Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor A. Wagner-Böhm am 29. Februar 2012
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Umwelt und Gesundheit

Forderung von Lärmschutz

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude, wir wenden uns an Sie mit der Bitte um Ihre persönliche Unterstützung.
Die Rosenheimer Str. ist sehr stark befahren und eine hohe Gefahren- und Lärmquelle. Zwischen Lothringer Str.8 und Rosenheimer Str. 87 und 99 wurde von der MGS gebaut. Bei der Planung wurde der Lärmschutz für die Anwohner der hinteren Hofbereiche nicht beachtet. Es wurde eine Lücke belassen, die den Straßenlärm der Rosenheimer Str. in den hinteren Bereich durchlässt und durch eine hohe, glatte Wand noch verstärkt wird. Wir halten diese Lärmbelästigung für nicht akzeptabel! Lärmschutz ist zunehmend ein großes Thema, wozu es auch eine EU-Richtlinie gibt. Die betroffenen Anwohner haben eine Initiative gegründet mit dem Ziel, eine Lösung zu erreichen. Der Denkmalschutz hat sich beim Erhalt eines Biedermeierhauses auf der einen Seite der Lücke durchgesetzt, was wir für fraglich halten. Das Haus musste 1. von Grund auf saniert werden und 2. zwischen Sex-Shops und neben einer hohen, grauen Wand ist die Stimmigkeit eines solchen Hauses grundsätzlich in Frage zu stellen. Die Neu-Bebauung wurde auf veralteten Lärmwerten geplant.
Entstanden ist eine neue Lärmsituation mit Umlenkung und Verstärkung des Straßenlärms. Ein 98 eigens angefertigtes TÜV-Gutachten sagt, dass eine mind 6 m hohe Wand die einzig sinnvolle Lösung ist. Das wurde nicht beachtet. Es wurden kostenintensiv Schallschutzfenster und verglaste Balkone am Bauprojekt der MGS umgesetzt., aber sinnlos für das Gesamtgebiet. Wir haben die Thematik beim BA platziert. Die Stadt weist alles ab und bezieht sich auf den Denkmalschutz. Wir haben die Thematik beim "Lärmschutzaktionsprogramm" der Stadt München mit Vorschlägen zur Verbesserung vorgetragen. Interessanterweise findet sich in dem Entwurf zur Beschlussfassung, der am kommenden Dienstag, 6.3. dem Stadtrat vorgelegt wird, kaum etwas wieder von den Vorschlägen der Anwohner, sondern es werden nur Schallschutzfenster vorgeschlagen und eine evtl. Geschwindigkeitsreduzierung in Aussicht gestellt.
Maßnahmen, die in Bezug auf die Schließung der Lärm-Lücke vorgeschlagen wurden, werden ablehnt mit dem Hinweis auf den Denkmalschutz. Grundlegende Untersuchungen des Lärmaktionsplanes gehen von Bewohnerzahlen aus, die heute nicht mehr aktuell sind. Veraltete Grundlagen führen zu falschen Entscheidungen. Wir halten das "Lärmschutzaktionsprogramm" für eine Farce!
Es gibt Möglichkeiten, die die nicht akzeptable Lärmquelle für die Beteiligten erträglich machen und umgesetzt werden sollen:
- mind. 6 m hohe Glas-Lärmschutzwand direkt an der Rosenheimer Str.
- das Aufbringen einer schallschluckenden "Beschichtung" auf der hohen, glatten Wand des Hotelgebäudes
- Flüsterasphalt auf der Rosenheimer Straße
- Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h
- häufige Geschwindigkeitskontrollen
- beidseitig Schaffung eines Radweges

Unsere Anwohner-Initiative geht dem Ziel nach, eine Lösung für uns Betroffene zu erreichen, da wir diese Lärmbelästigung für nicht akzeptabel halten.

Sehr geehrter Herr Ude, wir möchten Sie an dieser Stelle herzlichst bitten, uns zu unterstützen!
Die Stadt bzw. deren Institutionen sind für die jetzige, nicht akzeptable Lärm-Situation für die Anwohner verantwortlich. Es wurde in Bezug auf die Neubebauung des o.g. Areal eine Fehlentscheidung getroffen basierend auf nicht aktuellen Annahmen, die den Anwohnern das Leben schwer macht und sie letztlich schädigt. Diese Situation sollte von der Stadt München korrigiert werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Andrea Wagner-Böhm (für die Anwohner Lothringer Str. 2a, 4a, 6a, 8 und 8a, weiter Pariser Str. 11 Rückgebäude)

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