Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Gelöschter N. am 03. Juli 2009
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Gesellschaft und Soziales

Fastfood und Durchgangsverkehr in Kinderkrippen?

Sehr geehrter Herr Ude,

sehr gerne würde ich Ihnen zwei persönliche Fragen stellen.

Von was ernähren Sie sich? Essen Sie morgens weiße Aufbacksemmeln? Essen Sie mittags Tiefkühlkost, z.B. Pommes oder Gefriergemüse in Mehlschwitze mit Geschmacksverstärkern? Und als Nachmittagssnack? Essen Sie da ein aufgebackenes Schokocroissant? Wohl eher nicht. Denn: wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie sich so ernähren würden? Aufgedunsen? Unzufrieden? Unkonzentriert? Hungrig, weil etwas Wichtiges fehlt (Vollkorn, Frischkost)?

Kein vernünftiger Erwachsener möchte sich so ernähren. Sie gewiss auch nicht. Darum frage ich Sie: Warum muten wir das unseren Kindern in Kindergärten und Horten JEDEN Tag zu? Reicht nicht schon das Übergewicht in diesen Altersgruppen, nun überlegen Sie sich sogar, die Allerkleinsten in den Kinderkrippen, die gerade lernen zu essen, diesen Fraß vorzusetzen? Das gehört nicht auf den Essenstisch von Kindern!!! Gerade nicht von Säuglingen und Kleinkindern!!!

Auch wenn diese Kinder noch nicht wählen können, es wäre schön, wenn Sie sich in dieser Angelegenheit eine langfristige Denkweise zu eigen machen würden und an die gesellschaftlichen Folgen dieser ungesunden (Mangel-)Ernährung denken würden(Bluthochdruck, Diabetes, Stoffwechsel- und Gelenkprobleme, psychosoziale Belastungen). Tipps dazu kann Ihnen jede Ernährungsberatung geben.

Meine zweite Frage: Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie nach Hause kommen und alle paar Tage eine andere Person als die gewohnte in Ihrem Wohnzimmer sitzt? Würden Sie sich noch so richtig zu Hause fühlen? Wohl eher auch nicht? Warum soll das aber unseren Kleinkindern, für die die Krippe ein zweites Zuhause ist, durch wechselnde Betreuerinnen zugemutet werden? Es wäre meiner Ansicht nach ein Unding, in München derartige Rückschritte zu begehen.

Anstatt in Kinderkrippen einen regressiven Kurs einzuschlagen, sollte überlegt werden, wie man in allen Kindereinrichtungen zu einer gesunden Ernährung und zu einem vernünftigen Personalschlüssel kommt. Es wäre sinnvoll hier mehr Geld auszugeben anstatt mit Geschmacksverstärkern Geld einzusparen.

Da ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass Ihnen und den zuständigen Personen im Schulreferat Informationen über übergewichtige Kinder und gesunde Ernährung fehlen, hier einige Links zu einschlägigen Seiten:

http://www.gesundheit.de/ernaehrung/essstoerungen/ueberge...

http://www.mobydicknetzwerk.de/

http://www.die-abnehm-seite.de/abnehmen-news/ernaehrung/p...

Mit freundlichen Grüßen

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