Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Alexander Schroth am 06. Juni 2011
6367 Leser · 81 Stimmen (-5 / +76) · 4 Kommentare

Mobilität und Verkehr

Fahrradstadt München - macht die Polizei auch mit?

Sehr geehrter Herr Ude,

das Fahrradfahren soll in München gefördert werden. Deshalb hat sich München "Fahrradstadt" auf die Fahnen geschrieben. Diese Entwicklung, welche unter anderem in vielen Bereichen der Stadt eine Verbesserung der Fahrradwege zur Folge hatte, ist sehr zu begrüßen, leidet die Stadt doch zu Haupt verkehrszeiten regelmäßig an einem Verkehrsinfarkt.
Leider scheint dies die Münchner Polizei nicht so zu sehen. Planmäßig angelegte Polizeiaktionen, welche Radfahrer bei kleinsten Vergehen, die bei genauem Hinsehen objektiv keine Gefahr darstellen (Augenscheinliches Beispiel: Schackstraße am Siegestor), trüben das Bild der Fahrradstadt.
An dieser Stelle sollte Augenmaß der Polizeistatistik und ihren Finanzen vorgehen.
Obwohl die Polizei ihrem Kollegen Herrmann untersteht, bitte ich sie ihr Möglichstes zu Tun um diesen Missstand zu beheben.

Mit freundlichen Grüßen

+71

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  1. Autor Erich Kirchmayer
    am 06. Juni 2011
    1.

    Worin sollte der Grund liegen, Verkehrsverstösse von Fahrradfahrern nicht zu verfolgen? Handelt es sich bei Fahrradfahrern um "bessere Menschen", für die Vorschriften nicht gelten?

    Wenn es einen Grund gibt, dass eine Vorschrift/Verkehrszeichen unsinnig ist, dann gehört eben diese Vorschrift bzw. das Verkehrszeichen weg bzw. entsprechnd geändert.

    Ein lockeres Vorgehen (bzw. kein Vorgehen) gegen Verkehrsverstösse von Radfahrern haben uns genau in die Situation gebracht, die wir heute haben: Rotlicht, Gehwege und viele andere Dinge bzw. Vorschriften werden von auffällig vielen Radfahrern schlichtweg ignoriert.

  2. Autor Martin Wunderlich
    am 07. Juni 2011
    2.

    Ein Grund warum es manchmal angebracht und moralisch gerechtgertigt ist, als Radfahrer die eine oder andere Regel zu ignorieren, liegt schlicht darin, dass unsere Staedte seit vielen Jahrzehnten primaer fuer den Autoverkehr ausgelegt sind. Die Stadtplanung hat sich - vor allem, aber nicht nur - seit der Nachkriegszeit den Belangen der Autofahrer verschrieben. Waeren die Verkehrswege besser fuer den Radverkehr ausgelegt, so gaebe es auch weniger Veranlassung zu Verkehrsverstoessen durch Radler und die Polizei koennte sich auf wichtigere Dinge konzentrieren als Radlfahrer wegen Banalitaeten zu belangen.

  3. Autor Erich Kirchmayer
    am 08. Juni 2011
    3.

    Die Stadt-/Verkehrsplanung ist schuld, dass Radfahrer rote Ampeln und manche andere Vorschriften missachten? Eine interessante Theorie.... Mit dieser Argumentation "darf" ich auch mit dem Auto bei "rot" fahren, wenn ich den Sinn und Nutzen der Ampel für mich nicht erkennen kann? (z.B. Sonntags früh um 06:00 Uhr) Darf ich entsprechend mit dem Auto durch die Fussgängerzone fahren, weil mir der Sinn einer Fussgängerzone abwegig erscheint? Wozu brauche ich am Auto funktionierende (oder überhaupt vorhandene) Scheinwerfer und Rücklichter, wenn ich nur tagsüber fahre?

    Warum sollte ein Radfahrer das dürfen? Warum muss ich mit einem Mofa einen schweren Helm tragen und ein Versicherungskennzeichen haben, wenn Radfahrer schneller als "meine" vorgeschrieben 25km/h sind?

  4. Autor Sabine Kiermaier
    am 01. August 2011
    4.

    Der Eindruck, dass die Polizei bei Radfahrern erheblich öfter und strenger kontrolliert als bei Autofahrern hat sich bei mir in den letzten zwei Jahren ebenfalls verstärkt. Während man als Radler bei einer kurzen Fahrt auf der falschen Seite gleich angehalten und zur Kasse gebeten wird, rast auf der Strasse ein größerer Pkw mit offensichtlich deutlich erhöter Geschwindigkeit vorbei, und das wird von der Polizei übersehen. Die Gefahr, die von Radfahrern ausgeht ist wesentlich geringer, als jene, die von Autofahrern ausgeht, ganz abgesehen davon, dass Radler keine Abgase und fast keinen Lärm verursachen. Das heißt nicht, dass Radler alles dürfen, aber es sollte schon in Relation gebracht werden, jetzt verhält es sich eher so, dass man als Autofahrer mit sehr viel Toleranz der Polizei rechnen kann.

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