Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Veronika Lammer am 29. Januar 2014
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Sonstige

Erziehermangel in Kiga´s und eine helfende Lösung

Sehr geehrter Herr Ude,

ich bin Elternbeirats-Vorsitzende in einem städtischen Kiga im Münchner Osten. Auch hier trifft uns alle der Erzieher-Mangel - unsere Kinder leiden letztendlich sehr unter dieser Situation.
Durch verschiedene Krankheitsfälle ist unser Kiga die letzten 6 Monate stetig unterbesetzt und auch auf Hilferufe kommt keine adäquate Lösung. Zwar hat man einen Hort auserwählt, uns mit Personal in Notsituationen zu unterstützen, jedoch ist fast täglicher Personalwechsel weder für Mitarbeiter, Kollegen noch für die Kinder eine annehmbare Situation.

Ich bin nicht jemand, der nur "aufschreit" und nichts für eine Lösung tut, sondern habe ganz viele Ansätze, wie man zumindest ein wenig unterstützen kann. Ich glaube, das ist kein Problem, dass sich in den nächsten zwei Jahren grundlegend ändern wird, aber wenn eine Lösung sich länger hinzieht, hat z.b. meine Tochter nichts mehr davon.

Ich selber arbeite in führender Position eines mittelständischen Unternehmens und gerade deshalb weiß ich, dass oft unbürokratisches Handeln Notsituationen ausreichend abdecken würde.

Ein Kreis unserer Mütter und Großeltern würden sich zb. auch teilweise ehrenamtlich dafür bereit erklären, an festen Tagen den Kiga zu unterstützen. Sei´s von einer "Oma´s Märchenstunde" bis hin zu einem kleinen Ausflug in den benachbarten Wald. Natürlich ist ein Ausflug niemals ohne einen Erzieher möglich. Wir sind mit Sicherheit auch keine - mit Recht - ausgebildete Pädagogen, jedoch würden wir gerne - wenn auch nur kleine Beiträge - bringen. Schließlich geht es um unser höchstes Gut - unsere Kinder.

Lt. Auskunft des städtischen Kindergartens ist aber solch eine Beteiligung nicht erlaubt und versicherungstechnisch nicht möglich.
Ein benachbarter "katholischer" Kindergarten hat aber im letzten Jahr sogar zwei 450€-Stellen für Mama´s geschaffen, um die Kinder ausreichend zu umsorgen.

Warum ist so was in einem städtischen Kiga nicht möglich ?
Und ich rede nicht davon, dass wir unsere wertvollen Pädagogen ersetzen können, wollen, sondern sie in Ihrem täglichen Job ein wenig untersützen könnten.

Warum werden kleine "Umsorgungen der Leih-Oma" nicht anerkannt und geschätzt ? Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es doch all unser Wunsch, Werte zu vermitteln und aufrecht zu halten ?

Vorallem Tätigkeiten wie aufräumen, Anzieh-Hilfe etc. können doch nicht geschulte Pädagogen genauso leisten oder sehen Sie das anders ?
Die Auswahl dieser teilweise ehrenamtlichen Helfern müsste natürlich vom Fachpersonal des Kiga´s vorgenommen werden ! Und steht hier denn wirklich auch kein Budget für 450€-Kräfte zur Verfügung ???

Wir stehen hier in einer geschlossenen Reihe und schreien laut "WIR MÖCHTEN HELFEN", jedoch wird uns dies an unseren eigenen Kindern verwehrt.

Ich hoffe sehr, dass eine evtl. Lösung schon parat steht und wir den Erziehern zumindest in unserem Kiga ein wenig zur Seite stehen dürfen. Der größte Erfolg wäre es auch sicher, diese Idee und Engagement auf andere Kiga´s auszuweiten.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Zeit und Mühe, dies zu beantworten und mit herzlichen Grüssen aus dem Münchner Osten,

Veronika Lammer

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