Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

Es können keine neue Fragen mehr gestellt oder bewertet werden. Bisherige Anfragen und Antworten sind weiterhin sichtbar.

Beantwortet
Autor G. Suchantke-Rackner am 26. April 2010
21169 Leser · 463 Stimmen (-11 / +452) · 0 Kommentare

Freizeit und Sport

Erhaltung des Kulturstrands

Sehr geehrter Herr Ude,

Weltstadt mit Herz - das möchte München gerne sein...

...dazu gehört auch, dass München genau wie Großstädte Berlin, Hamburg, London, Paris und New York eine etwas andere Freizeitgestaltung anbietet.

STRANDLEBEN!!!!

Künstlern die Möglichkeit bieten am KULTURSTRAND aufzutreten, gemütlich in den Liegestühlen seine Freizeit verbringen, Freunde treffen, das vielfältige Kulturprogramm besuchen, URLAUB zuhause...

...das können wir nur, wenn der KULTURSTRAND wieder genehmigt wird.

Über Jahre hat das super funktioniert und die URBANAUTEN haben bisher fantastische Arbeit geleistet, was auch am regen Besuch des KULTURSTRANDS zu sehen war.

Daher meine Bitte an Sie als Oberbürgermeister und an den Stadtrat der Stadt München den KULTURSTRAND zu genehmigen und auch eine feste Zusage für die nächsten Jahre zu geben. Haben Sie den Mut und setzen sich persönlich für diese Kulturbereicherung in München ein!!!

Wie soll vernünftig geplant werden, wie kann ein gutes Kulturprogramm ohne rechtzeitige Genehmigung erstellt werden?

Vielen Dank für Ihr offenes Ohr. Ich hoffe sehr auf eine positive Abstimmung...

...zeigen wir der Welt, dass eine STRANDERHOLUNG auch in München möglich ist...

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Suchantke-Rackner

+441

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von Christian Ude am 27. Mai 2010
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Suchantke-Rackner,

die Idee, vernachlässigte Plätze mit einem „Stadtstrand“ als urbane Freizeitgestaltung zu beleben, wird ja auch von der Stadt begrüßt. Das Problem war doch, dass die Urbanauten neben der Corneliusbrücke nur Plätze vorgeschlagen hatten, die nicht genehmigt werden konnten. Gegen eine „Dauerbespielung“ der Corneliusbrücke hatten sich aber Anwohner und der örtliche Bezirksausschuss ausgesprochen.

In einigen der Städte, die Sie aufführen, habe ich mir die Kulturstrände angeschaut. Der Witz in all diesen Fällen ist, dass dort brachliegende Plätze durch die Aufschüttung eines Sandstrands erst attraktiv gemacht worden sind. Die Urbanauten müssen ähnliche Verbesserungen bieten und dürfen nicht nur ohnehin höchst attraktive Plätze für ihr Projekt aussuchen.

Dass der Münchner Stadtrat dem Kulturstrand-Projekt positiv gegenübersteht, hat er mit seiner am 11. Mai getroffenen Entscheidung deutlich gezeigt: Die Veranstaltung kann heuer erneut auf der Corneliusbrücke stattfinden - bis zum 22. August täglich bis 23 Uhr.

Gleichzeitig wurde das Kreisverwaltungsreferat aber vom Stadtrat beauftragt, bis Herbst 2010 ein Konzept vorzulegen, das die zeitlich begrenzte Nutzung des öffentlichen Raums für einen Kulturstrand ermöglicht.

Künftig soll es drei Standorte geben, von denen jeder dann nur alle drei Jahre bespielt wird. Dieser Standortturnus ist auszuschreiben und an einen geeigneten Bewerber zu vergeben.

Kriterien für die Vergabe sind das kulturelle Angebot, vor allem auch für Familien und Kinder, angemessene Preise, keine städtischen Zuschüsse, die Zuverlässigkeit und Bewährtheit des Veranstalters/Bewerbers und der öffentliche Zugang zum Veranstaltungsort.

Die Ergebnisse der Ausschreibung sind dem Stadtrat bis spätestens 28. Februar 2011 vorzulegen. Sie sehen also, auch in Zukunft wird es Stranderholung in München geben – nur eben nicht immer am selben Ort.

Mit freundlichen Grüßen