Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Rainer Seemann am 12. Januar 2011
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Sonstige

Enteignungen wegen Olympia

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

wie man heute in der Süddeutschen nachlesen konnte, schließen Sie auch Enteignungen zur Durchführung Ihres größenwahnsinnigen Projekts Olympia nicht mehr aus. Dass ich das ausgerechnet von einem SPD Oberbürgermeister hören muss, tut mir in der Seele weh. Es zeigt aber, dass sich Ihre Partei im Wesentlichen auch nicht mehr von den machtgierigen Politikern der CDU/CSU unterscheidet. Auch hier in Baden Württemberg ist das zu beobachten. Die SPD ist für den Bau von Stuttgart 21. Egal ob Olympia, Stuttgart 21 oder Elbphilharmonie. Das alles sind Projekte, die dem Wahn „immer größer, schneller und teurer“ entsprechen und die eigentlich in der heutigen Zeit keinen Platz mehr haben dürften. Auch in München ist nicht genügend Geld für Kindertagesstätten, Kultur und Bildung vorhanden. Auch die Münchner Straßen sind teilweise in einem desolaten Zustand. An diesen wichtigen Projekten wird gespart um das Geld dann für Olympia (eine rein kommerzielle Veranstaltung, die mit Sport nichts mehr zu tun hat) zu verschleudern. Hier in Stuttgart gibt es Stuttgart 21 als Beispiel für hirnlose Großmannssucht der Politik und in München ist es eben Olympia.

Schade, ich hätte mir bisher immer auch für Stuttgart einen OB wie Sie gewünscht. Nach dieser Aussage jedoch muss ich feststellen, dass Sie auch nicht besser sind als unser Schuster. In Baden Württemberg haben wir im März die Möglichkeit einen Politikwechsel einzuläuten. In Bayern wird es vielleicht ein wenig länger dauern aber irgendwann werden die Menschen auch dort merken, dass man Geld nicht essen kann.

Wollen Sie wirklich in die Geschichte eingehen als der erste Bürgermeister, der kommerzielle Interessen über das Privateigentum stellt?

In diesem Sinne, mit (relativ) freundlichem Gruß

Ihr

Rainer Seemann (60)

+72

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