Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Franz Beck am 07. Januar 2010
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Sonstige

Eisflächen - Betretungsverbot

Sehr geehrter Herr Ude,
ich beobachte nun seit Jahren, dass im Ostparksee das Betreten der Eisfläche verboten ist mit der Begründung, es bestehe Lebensgefahr. Bei kalter Witterung und entsprechender Eisdicke (20 cm und mehr) werden die verschiedensten Sportarten darauf ausgeübt, weil man die Schilder nicht mehr ernst nehmen kann. Das Tückische an dieser undifferenzierten Verfahrensweise: Eine Ecke des Sees ist tatsächlich gefährlich, was aber insbesondere Kinder nicht erkennen. Heute sind zwei Kinder genau dort eingebrochen, was man zum Anlass nahm, mit einem polizeilichen Großaufgebot den gesamten See zu räumen. Nach meiner Meinung sollte das Eis geprüft und sichere Bereiche freigegeben werden, um die Akzeptanz der notwendigen Verbote zu erhöhen.
Zuletzt darf ich darauf hinweisen, dass es dem Bürger nicht zugemutet werden sollte, auf die ohnehin wenigen Möglichkeiten des Eissports zu verzichten.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Beck

+37

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Antwort
von Christian Ude am 15. September 2010
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Beck,

leider wurde die Beantwortung der Anfrage übersehen, ich bitte dies zu entschuldigen.

Zum Sachverhalt kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:

Die Gewässer in den öffentlichen Grünanlagen Münchens, so auch der See im Ostpark, sind für Wintersportaktivitäten beliebt. Als verantwortliche Dienststelle gibt das Baureferat die Eisflächen frei, wenn die Benutzung auch weitgehend gefahrlos möglich ist. Die erforderliche Tragfähigkeit weist das Eis erst ab einer Stärke von 15 Zentimetern auf. Da viele unserer Seen ober- oder unterirdische Zuflüsse besitzen, sind die Eisdecken an verschiedenen Stellen im Gewässer unterschiedlich stark ausgebildet. Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baureferats stellen durch Bohrungen an mehreren Stellen die Dicke des Kerneises fest. Aus Sicherheitsgründen können Eisflächen erst dann für die Benutzung freigeben werden, wenn sie so ausgebildet sind, dass sie auch eine größere Anzahl von Personen aushalten.

Mit freundlichen Grüßen