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Autor M. Prof. Dr. Hänle am 13. Juni 2012
4981 Leser · 119 Stimmen (-26 / +93) · 5 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Einhaltung von Verordnungen

Sehr geehrter Herr Ude,

Hundehalter sind gemäß der Reinhaltungsverordnung für den öffentlichen Straßenraum und der Grünanlagensatzung verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu beseitigen.

Leider habe ich den Eindruck, dass diese Verordnung in unserem Stadtviertel (Dreimühlenstr.) nicht eingehalten wird. Die Anzahl der Hinterlassenschaften ist m.E. eher stark steigend. Darüber muss ich mich jeden Tag ärgern! Ich fordere Sie daher auf, die Einhaltung dieser Verordnung wirkungsvoll durch entsprechende Überwachung und Sanktionierung zu gewährleisten.

Eine Verordnung ohne entsprechende Sanktionierung ist leider wenig effektiv. Ich möchte hier von der Stadt ein ähnliches Engagement sehen, wie sie es auch im Rahmen der Parkraumüberwachung an den Tag legt.

Ich schlage Ihnen vor, - ähnlich wie es die Stadt Jerusalem beabsichtigt - sämtliche Hunde mit ihrer DNA in einer Datenbank zu registrieren. Damit wäre es leicht möglich, die Hinterlassenschaften dem Verursacher eindeutig zuzuordnen und zu sanktionieren.

Wann fangen Sie an, die Einhaltung wirkungsvoll zu überwachen?

Mit freundlichen Grüßen

M. Hänle

+67

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Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Andreas Mucker
    am 14. Juni 2012
    1.

    Entschuldigung, aber das ist der absurdeste Vorschlag, den ich hjier bisher gelesen habe. Eine DNA-Datenbank für alle Münchner Hunde aufzubauen, um illegale "Geschäfte" nachzuweisen und zu sanktionieren? Ich spare mir jeglichen Vergleich...

  2. Autor Elvira Wagner
    am 07. Juli 2012
    2.

    Ich kann mich dem obigen Kommentar nur anschließen - geht's eigentlich noch? Als hätten wir nicht ganz andere, wichtigere Probleme.. Ich bedauere die sich immer mehr verhärtenden Fronten zwischen Hundehaltern-u.-Nichthaltern. Die so wunderbare bayerische Devise und Lebensart "LEBEN UND LEBEN LASSEN" scheint bedauerlicherweise nicht nur beim Thema Hundehinterlassenschaften überhaupt nicht mehr zu greifen. Manche leiden derart unter "Ichblähungen" - das verpestet immerhin auch die Umwelt.

  3. Autor Alexandre H.
    am 13. Juli 2012
    3.

    Hmm, die DNA-Datenbank ist wohl leider etwas zu teuer. Aber wer weißt, man kann die Hundesteuer dafür um einiges erhöhen...
    Meiner Meinung nach, nur "richtig" harte Bestrafungsmaßnahmen hätten Hundehalter etwa Angst machen, und so helfen das Problem zu Mindern.

    Manchmal wird es schon extrem. Letzte Woche hat mich ein Häufchen in einem Gang des München-Flughafens überrascht. Das überschreit schon die Grenze des Vernunfts!

    Deshalb, stimme ich zu. Machen wir bitte weiter Herr Prof.!
    Herzliche Grüße

  4. Autor Susanne Riedel
    am 15. Juli 2012
    4.

    "LEBEN UND LEBEN LASSEN" ist ein wichtiger und guter Beitrag zum Zusammenleben - allerdings bedeutet für mich "LEBEN LASSEN" auch, seiner Verpflichtung als Hundebesitzer nachzukommen und diverse Hinterlassenschaften wegzuräumen. Wir haben zwei kleine Kinder - durch jede Grünfläche die sie laufen, haben sie Hundekacka am Schuh, Hose, Hände... sogar im Sandkasten haben wir Häufchen (nein, nicht nur von Katzen...). Hunde laufen ohnen Leine rum und springen die Kinder an. Dann muß ich mir sagen lassen, warum das Kind so hysterisch reagiert!!
    Also ich hätte auch nichts dagegen, wenn die Verordnungen für Hundebeseitzter genauso streng kontroliert würden, wie bei Autofahrern (blitzen, parken...), Mietern (Hausordung - "Kinder dürfen nicht Ballspielen!!"), Zugfahren ("Fahrscheine bitte..") ....

  5. Autor Michael Prof. Dr. Hänle
    am 17. Juli 2012
    5.

    Ich stimme Ihnen zu, dass "Leben und Leben lassen" in einer aufgeklärten und demokratischen Gesellschaft das Motto sein sollte. Ich bedauere sehr das Fairniss, Anstand und Moral in unserer Gesellschaft auf dem Rückzug sind. Sogar in diesem privaten Lebensbereich werden die Gewinne ("Freude am Hund") privatisiert und die Verluste ("Verschmutzung") sozialisiert. Wo bleibt hier das Unrechtsbewußtsein?

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