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Autor Timo Abel am 14. Dezember 2011
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Mobilität und Verkehr

EBE-Inkasso, Prävention oder Abzocke?

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich trete heute mit einer Frage bzgl. der Verkehrbetriebe, bzw. des für die Abwicklung von erhöhten Beförderungsentgelten zuständigen Unternehmens, EBE-Inkasso, an Sie heran.

Wie Sie als Aufsichtsratsvorsitzender der Verkehrsbetriebe und als regelmäßiger Fahrgast des öffentlichen Nahverkehrs sicherlich wissen, werden regelmäßg Fahrscheinkontrollen durch Mitarbeiter der EBE-Inkasso durchgeführt.

Mich würde nun interessieren, was genau die MVG, bzw. die EBE-Inkasso in diesem speziellen Fall antreibt, Prävention oder Gewinnmaximierung?

Ich selbst wurde vor einiger Zeit kontrolliert. Leider hatte ich vergessen die Verlängerung der Kundenkarte einzustecken, das gültige Monatsticket hatte ich aber. Ich bekam daraufhin einen Zahlungsaufforderung iHv. 40 Euro ausgestellt. Ich hatte allerdings die Möglichkeit meinen Ausweis mit gültiger Verlängerung nochmals vorzulegen, sodass sich das erhöhte Beförderungsentgelt auf 5 Euro reduzierte. Ich kann verstehen, dass ich meinen gültigen Fahrausweis nochmals vorlegen muss. Ich empfinde es allerdings als unverschämt trotzdem noch ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 5 Euro zahlen zu müssen, da es sich im Grunde genommen nicht um eine Erschleichung von Beförderungsleistungen handelte. Für mich schmeckt das alles nach Abzocke.

Ein weiteres Beispiel. Vor ein paar Wochen konnte ich ein Gespräch am Bahnsteig zwischen Mitarbeitern der EBE-Inkasso und 3 Ehepaaren im Alter von ca. 60 Jahren aus Hamburg verfolgen. Die drei befreundeten Ehepaare waren zu Besuch in München und hatten vergessen Ihre Fahrkarten am Eingang zur U-Bahn zu entwerten. Statt die Besucher freundlich zu den Entwertungsautomaten zu begleiten, um die Fahrkarten nachträglich zu entwerten, wurde allen 6 Personen das erhöhte Beförderungsentgelt von 40 Euro in Rechnung gestellt, summa summarum 240 Euro! Anstatt mit Feingefühl und Verstand vorzugehen, haben die Mitarbeiter des Inkassobetriebs scheinbar nur Ihren "Profit" im Sinn. Die 6 Hamburger werden ihren München-Urlaub so schnell wohl nicht vergessen. Fragt sich bloss, ob sie ihn positiv in Erinnerung behalten und noch einmal zu Besuch nach München kommen.

Ich kann verstehen, dass Schwarzfahren bestraft werden muss, da der MVG dadurch ein großer Schaden entsteht. In den oben geschilderten Fällen ist mir das Vorgehen der Verkehrsbetriebe jedoch vollkommen unverständlich. Die Kontrolleure sollten sich vielmehr als Servicemitarbeiter verstehen, helfen und aufklären, statt nur zu bestrafen.

Über eine Stellungnahme Ihrerseits freue ich mich sehr und danke Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

+87

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Lothar Volz
    am 01. Februar 2012
    1.

    In ein Kino oder ein Fußballstadium oder in einen Skilift komme ich gar nicht hinein, wenn ich kein Ticket habe. Die MVG macht es sich so gesehen auch schon sehr leicht. Man könnte die Eingänge der öffentlichen Verkehrsmittel auch anders gestalten, aber das ist wieder viel zu teuer........bla ... bla .... bla......

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