Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Martina Heiling am 24. August 2009
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Umwelt und Gesundheit

die Müllhalden vom Flaucher bis Corneliusbrücke

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich würde Ihnen gerne eine Frage stellen.
Warum verkommt die mit vielen Millionen Euro Steuergeldern renaturierte Isar im Stadtbereich zur Müllkippe? Nach einem sonnigen Tag oder Wochenende sieht man nur Dreck, Dreck und noch mehr Dreck. Vom Kot und Urin der Besucher ganz zu schweigen. (Für Hundebesitzer hat man Tütchenautomaten aufgestellt, damit sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen) Obwohl etliche Schilder darauf hinweisen, dass das Grillen und offenes Feuer verboten ist, sieht man überall Feuerstellen. Leider auch in den Wiesen. Wo ist das Ordnungsamt? In anderen Städten wird da schon besser drauf geachtet, dass Erholungsgebiete nicht von Vandalen zerstört werden.

Mit freundlichen Grüssen

Martina Heiling

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Antwort
von Christian Ude am 16. November 2009
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Heiling,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Im Hochwasserbett der Isar hat die Stadt 82 Gitterboxen als Abfallbehälter, 12 Aschebehälter, 9 Mobiltoiletten und 13 Hundekot-Tütenspender aufgestellt. Wenn allerdings an einem schönen Sommerwochenende Tausende von Grillern und Erholungssuchenden an die Isar strömen, muss mit 3,5 t bis 4,5 t Abfällen gerechnet werden. Den Zustand nach so einem Grillwochenende – und vor der anschließenden Reinigung durch die Stadt - haben Sie leider zutreffend beschrieben. Deshalb werden in den Sommermonaten bei gutem Wetter bis zu einmal täglich Reinigungsgänge durchgeführt. Allein 2008 wurden bei insgesamt 119 Reinigungsgänge rund 88,5 t Abfälle an der Isar eingesammelt.

Selbstverständlich kommt aber auch die Bewachung des Geländes während der Grillsaison nicht zu kurz. Hierfür wird ein privater Bewachungsdienst eingesetzt, der die Stadt bei der Überwachung, und soweit notwendig, auch Durchsetzung der Ge- und Verbote im Landschaftsschutzgebiet unterstützt. Auch die Polizei führt bei Bedarf Schwerpunkteinsätze durch.

Die Erfahrungen mit den Erholungssuchenden sind dabei nicht so negativ, wie sie manchem erscheinen: Die Besucherinnen und Besucher verhalten sich überwiegend friedlich und in der Regel einsichtig. In letzter Konsequenz werden aber auch Verwarnungen und Bußgelder ausgesprochen.

Sie sehen also, die Stadt tut eine ganze Menge, um für Sauberkeit im Erholungsraum der Isar zu sorgen - und das mit einigem Erfolg: Die Beschwerden wegen Lärm und Grillrauch sind über die letzten Jahre hinweg auf niedrigem bis mäßigem Niveau konstant.

Mit freundlichen Grüßen