Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Katharina Müller am 07. November 2013
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Gesellschaft und Soziales

die langsamsten Beamten der Welt

Sehr geehrter Herr Udo,

die Wohnungsknappheit und die horrenden Mieten in München sind ja schon seit geraumer Zeit ein großes Thema. Mir geht es heute vielmehr über die Bearbeitungszeit der Wohngeld Anträge.

Dieser wird gestellt von Leuten, die finanzielle Schwierigkeiten haben und meist mehr als 50 Prozent Ihres Einkommens nur für die Miete aufbringen. Ich bin Studentin und absolviere ein Praktikum in München, da ich als Praktikantin kein Vermögen verdiene aber nicht unter der Brücke schlafen möchte geht meine ganze Vergütung für meine Miete drauf, also habe ich mich schlau gemacht was ich da tun kann. Ich bin ja kein Sozialfall, wobei ich mich in München des öfteren so fühle, obwohl ich studieren gegangen bin und eigentlich nur für meine Zukunft die besten weiteren Schritte gehen möchte, also habe ich einen Antrag auf Wohngeld gestellt um mir zumindest bei der Miete Unterstützung zu holen. Natürlich habe ich gleich alle notwendigen Dokumente mit angehängt. Nach 4 Wochen ohne ein einziges Wort von der zuständigen Behörde zu hören, habe ich angerufen um mich über den aktuellen Stand zu informieren und habe etwas gehört das mir quasi den Atem verschlagen hat.
Es gibt in meiner zuständigen Stelle zwei Beamtinnen die die Wohngeldanträge bearbeiten, von diesen zwei war zu dem Zeitpunkt eine im Urlaub und die andere krank, also hat sich niemand um die Anträge gekümmert. Als die Beamtin nach Ihrem Urlaub zurückgekommen ist hat sie mir mitgeteilt hat, dass es sich noch um ein paar MONATE handeln kann bis mein Antrag bearbeitet wird. Ihre Kollegin sei weiterhin krank geschrieben. Es würde ein Antrag nach dem anderen geprüft werden, wobei Sie erwähnte das noch Anträge rumliegen die vor 4!!!!! Monaten eingereicht wurden und diese ja schließlich Vorrang hätten.
Mal ganz ehrlich was halten Sie denn davon das Personen, die einen Wohngeldantrag stellen, über 4 Monate auf Ihren Bescheid und die finanzielle Unterstützung warten müssen ? Würden Sie sich das gefallen lassen? Wieso gibt es in dieser Stelle nur zwei Beamtinnen die sich um die Anträge kümmern, wenn diese anscheinend völlig überfordert zu sein scheinen mit der Flut und Anzahl an Anträgen. Wäre es nicht langsam an der Zeit hier ein zwei neue Sachbearbeiter einzustellen, da die Anzahl der Anträge in Zukunft wohl nicht weniger sondern eher mehr wird. Und hier stellt sich mir auch die Frage wäre diese Einrichtung eine wirtschaftliche gäbe es denn Fall das eine Kollegin seelenruhig im Urlaub ist während die andere krank geschrieben ist, ich denke nicht. Man würde die Kollegin aus dem Urlaub holen das sich zumindest eine Person um die Anträge kümmert, es kann ja schließlich nicht angehen das mehrer Tage bzw. Wochen keiner die Anträge bearbeitet.

Ich denke ich spreche hier kein unbekanntes Thema an, ich kann mir vorstellen das viele Menschen das Gefühl haben das Sie eh nichts gegen die Vorgehensweise der Beamten unternehmen können, und daher lange Bearbeitungszeiten und bürokratische Hürden in Kaufen nehmen aus Angst noch länger warten zu müssen, wenn Sie den Bearbeiter verärgern. Ich hoffe ganz stark, dass Sie als SPD Politiker hier ein Feingefühl entwickeln und die Problematik erkennen und hoffentlich auch einen schnellen Lösungsweg finden.

Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen, ich wäre an einem persönlichen Gespräch mehr als interessiert. Gerne biete ich Ihnen auch an mir mal die Arbeitsweise in den Sozialbürgerhäusern anzuschauen um Verbesserungsvorschläge zu liefern, zur Not pack ich auch mit an und unterstütze die Damen, wenn das irgendeinen Erfolg verspricht.

Ich Danke Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Katharina

PS: Das Sozialbürgerhaus das für meinen Antrag zuständig ist, ist das in Schwabing-Freimann.

+37

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Astrid Sadiki
    am 14. November 2013
    1.

    Sehr geehrter Herr Ude,

    ich kann dem Beitrag von Katharina nur allzugut zustimmen. Ich habe auch vor über einem Monat meinen Wohngeldantrag eingereicht mit allen Unterlagen. Heute habe ich mal telefonisch im Sozialbürgerhaus am Orleansplatz nachgefragt, wie denn der Stand sei. Es wurde mir von der Infothek aus nur mitgeteilt, dass die Sachbearbeiter überfordert und unterbesetzt sind und ich bis zu 6 MONATEN warten kann. Ich bin alleinerziehend und leider im Moment auch arbeitslos bzw. arbeitssuchend gemeldet. Ich benötige also jetzt das Geld und nicht erst in 6 Monaten. Es kann doch nicht sein, dass auf Grund des Personalmangels die bedürftigen Bürger auf ihr Geld warten müssen und somit auch in finanzielle Notlagen geraten.

    Ich bin auch dafür, dass mehr Personal eingestellt werden müsste. Egal ob in der Wohngeldstelle oder allgemein in den Jobcentern oder bei der Arbeitsagentur. Als ich mich arbeitslos gemeldet habe, hatte ich das gleiche Problem. Ich musste über 6 Wochen auf meine erste Zahlung warten. Konnte die Miete nicht pünktlich zahlen usw.

    Nur wenn man eine Bewerbung an das Rathhaus sendet, dann bekommt man eine Absage. Es wird im Moment kein Personal benötigt. Das verstehe ich nicht. Ich bin Bürokauffrau und könnte sofort anfangen. Für mich widerspricht sich das ganze System.

    Ich hoffe nur, dass Sie sich diesem Problem annehmen und auch an der Personalpolitik was geändert wird.

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Astrid

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