Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor M. Tochtermann am 25. Juli 2011
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Gesellschaft und Soziales

Der Hohenzollernplatz verkommt

Bitte um mehr Ordnung, ob Wochenmarkt, Flohmarkt, es sind nur Betrunkene auf diesem Platz. Meine Enkel und ich werden belästigt von diesen Leuten. Sie schmeisen mit Flaschen um sich und machen alles kauptt. Ich wohne seit 30 Jahren da und nicht nur ich auch andere Bürger sind entsetzt, dass unser Bürgermeiser nichts dagegen tut. Diesen schönen Platz im Herzen von München so verkommen zu lassen ist nicht in Ordnung. Es muss gehandelt werden.

Ich würde mich über eine Positive Nachricht freuen.

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Antwort
von Christian Ude am 28. Dezember 2011
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Tochtermann,

zu Ihrer Frage wurde eine Stellungnahme des Polizeipräsidiums München eingeholt, dem der Hohenzollernplatz als Aufenthaltsort von Angehörigen der Betäubungsmittel- und Alkoholikerszene bekannt ist.

Die alkoholabhängigen Personen setzten sich hauptsächlich aus „Wohnungsflüchtern“ mit Wohnsitz in unmittelbarer Nähe des Hohenzollernplatzes zusammen. Die Betäubungsmittel-Szene-Angehörigen benutzen den Hohenzollernplatz zum Gesprächsaustausch und zu Kurzaufenthalten von bis zu 15 Minuten auf dem Weg zu oder von der Drogen-Substitutions-Einrichtung „Limit“ oder der U-Bahn.

Neben der Betreuung dieser Klientel durch Streetwork und darüber hinausgehende Hilfsangebote wird der Hohenzollernplatz deshalb seit 2010 auch von der Polizei regelmäßig beobachtet. Die Kontaktbeamten der örtlich zuständigen Polizeiinspektion betreuen fast täglich den Platz im Rahmen ihres Streifenganges. Die eingesetzten Sicherheitsstreifen kontrollieren regelmäßig die dort befindlichen Personen. Im Jahre 2011 wurden bislang 221 Personenkontrollen, 99 Platzverweise (überwiegend auf Grund des übermäßigen Alkoholkonsums) und eine Gewahrsamnahme durchgeführt. Darüber hinaus kam es zu 23 polizeilichen Einsätzen, insbesondere wegen Belästigung, Betrunkener oder Randalierern (Stand Oktober 2011).

Sie sehen, dass die Polizei hier bereits sehr aktiv eingreift. Sollten Sie trotzdem weiterhin Grund zur Beschwerde haben, wenden Sie sich bitte direkt an die örtliche Polizeiinspektion.

Mit freundlichen Grüßen