Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor M. Dr. Giersiepen am 21. September 2009
5093 Leser · 11 Stimmen (-4 / +7) · 1 Kommentar

Umwelt und Gesundheit

Der AWM: Es wird immer schlimmer…..

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

Warum werden wir Bürger bei der Abfall-Entsorgung so schlecht behandelt? In München hat man als (Neu)-Bürger nicht das Gefühl einen hochwertigen Entsorgungsservice für die schon gezahlten Gemeindesteuern zu erhalten. Andere Gemeinden wie zB. Neufahrn schaffen es doch auch einen passenden Service zu bieten und haben sicherlich nicht die Finanzkraft einer Stadt München.

Zur deutschen Erziehung gehört die Abfalltrennung – schon seit Jahrzehnten ist das in den Haushalten selbstverständlich. Typischerweise sammeln die Familien in Säcken oder Tonnen, und warten auf die wöchentliche Entsorgung. In unserer Familie lagern die ‚gelben Säcke’ mit dem Verpackungsmüll in der Garage, und am Wochenende bringt der Vater die Müllsack-Sammlung zum Wertstoffhof. Warum? Die Einfüll-Löcher in den Wertstoffinseln im Stadtgebiet sind zu klein! Auch quellen diese Mini-Container über durch das große Volumenaufkommen am Wochenende. Und ein richtiges Vergnügen empfindet auch keiner beim Schlendern durch das Viertel mit dem Müllbeutel an der Hand zur nächsten Wertstoffinsel.…

Heute wurde mir mitgeteilt, AWM verweigert ab jetzt die Annahme von Verpackungen für das Duale System Deutschland GmbH, weil offenbar damit kein Geld zu verdienen sei. Warum regeln die Betriebe das nicht selbst mit der Weitergabe und erlauben die Abgabe der Verpackungen und Flaschen auch auf dem Wertstoffhof wenn man schon extra mit Auto oder Fahrrad anreisen muß? Es ist schon beschämend, wenn man mit einigen Glasflaschen wieder vom Hof geschickt wird und sich irgendwo im Stadtgebiet einen Parkplatz in der Nähe einer Wertstoffinsel suchen darf. Das jetzige Verfahren empfinde ich als erniedrigend und kann auf sehr viel elegantere Lösungen in anderen Städten verweisen.

Die Rede des Oberbürgermeisters (Damit München in guter Verfassung bleibt: Fehlentwicklungen abwehren!) machte Hoffnungen dass für die Bürger eine lebenswerte Stadt erhalten und weiterentwickelt wird. Man bekommt allerdings den Eindruck dass wir Bürger den Service für die privatwirtschaftlichen Entsorgungsfirmen übernehmen dürfen. Die heutige Verweigerung zur Annahme von Verpackungen setzt den Trend fort.

Ich fordere: Bitte entwickeln Sie ein vernünftiges Entsorgungs-Konzept welches nicht nur die Kostenoptimierung Ihrer Betriebe, sondern auch die Bedürfnisse der Bürger einbezieht.

Dieser Antrag geht parallel an den Oberbürgermeister Christian Ude und an die berufsmäßige Stadträtin Gabriele Friderich. Ihren Antworten und Lösungsvorschlägen sehe ich mit Spannung entgegen und würde mich freuen die Mißstände bald abgeschafft zu sehen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Martin Giersiepen

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Rudolf Steinmetz
    am 01. Februar 2013
    1.

    Man sollte Schluss machen mit dieser grünen Ideologie, die ein Haufen Kosten verursacht und völlig überflüssig ist. Die zentralen Mülltrennungsanlagen können das heute viel besser und schneller jeden Stoff aussortieren, als der Bürger zuschauen kann. Ausserdem landen Altpapier und Plastik ohnehin in der Müllverbrennungsanlage, die sich ja über jedes Kilo Kunststoff freut, was nichts anders ist als denaturiertes Erdöl, und somit für die Brennbarkeit des oftmals feuchten "Restmülls" sorgt. Sonst müssten die Stadtwerke ja teures Gas oder Heizöl als Stützfeuerung zuschiessen.

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