Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Michael Köhler am 24. Juli 2012
4545 Leser · 111 Stimmen (-16 / +95) · 4 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Das Radl und die Macht

Sehr geehrter Herr Ude,
ich stelle mal keine Frage die ohnehin nicht beantwortet wird, sondern erlaube mir einen Feststellung, die mir schon länger am Herzen liegt (und wie ich lese anderen Autoren auch).
Die Radlfahrer im Isarbereich werden leider immer rücksichtsloser. Ich bin selbst auch Radlfahrer, aber ich halte mich an die richtigerweise zum Schutz der Fussgänger angebrachten Fahrradver- und gebote. Aufgrund der Geschwindigkeitsunterscheide wird es insbesondere für ältere Menschen oder Kinder immer schwerer, eben auch unbeschwert auf den Isar Wegen spazierenzugehen. Dies gilt insbesondere für das Areal um die Marienklausensteg-Brücke sowie die Zuwege vom Harlachinger Hochufer und der Floßlände. Die Fusswege sind ausreichend beschildert, dennoch fahren genügend Radlfahrer die sehr schmalen Anstiege hoch und runter. "Absteigen war gestern, heute ist klingeln, bis der Weg frei wird". Rüksichtsloser geht es nicht mehr und es hat schon anarchische Züge, was da teilweise zwischenmenschlich ausgetauscht wird. Ich erwarte hier den Schutz der Bürger, die auch zu Fuss das Isarufer nutzen möchten! Die seltenen, patroullierenden Schutzfahrzeuge eines privaten Dienstes zeigen hier keine Wirkung, wenn sich in Fahrzeuginsassen selbst bei sichtbaren Auseinandersetzungen nicht mal aus dem Fahrzeug herausbewegen! Wenn es erstmal Verletzte gibt, ist es zu spät.

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Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Björn Drubel
    am 29. Juli 2012
    1.

    Ich finde es unmöglich, was an sonnigen Tagen auf den Flaucherstegen passiert! Rücksichtslose Radfahrer haben es nicht nötig abzusteigen, gefährden Fussgänger, Kinder und Hunde, wenn sie sich durch die beengten Verhältnise durchschlängeln. Und viel Schlimmer ist; Seit ich in München lebe und nahezu täglich an der Isar bin: KEINER dieser rücksichtslosen Radler wurde dort je ermahnt oder bestraft. Meiner Meinung nach wird das zu tolerant gehandhabt. Ich bin auch Radfahrer, aber schiebe dort ,fahre nachts mit Licht und immer auf der richtigen Seite! Es gibt viel zu kontrollieren...

  2. Autor Michael Köhler
    am 31. Juli 2012
    2.

    Hallo Herr Drubel,
    offensichtlich haben nur wir beide das Problem, sonst hätte die Politik respektive die Exekutive schon mal reagiert. Inzwischen habe ich eine "Neuerung" erfahren: berittene Polizisten! Das tollste war aber, daß ausgerechnet die schön nebeneinander reiten und erwarten, das man am Rand für die Herrschaften stehen bleibt. Vielleicht ist es doch das Obrigkeitsdenken, daß die Kollegen in die Lustlosigkeit und uns in die Selbsthandlung treibt. "Präsenz vor Handlung" ist die Devise. Bei den ohnehin wenig wehrhaften Anständigen muss man nicht handeln, weil es sich für die immer noch ruhige Masse nicht lohnt. "Sei laut und mach Dich breit, wenn Du Dich mitteilen musst". Das ist schlicht ein Gesellschaftsproblem und auch ein wirtschaftliches. Solange Geld und auch Leistung in die falschen Kanäle wandert und die Menschen grundlegende Regeln nicht mehr achten wollen, wird das nicht besser.

  3. Autor Michael Köhler
    am 06. August 2012
    3.

    Meinen neuesten Erfahrungen sind, daß die Leute nun auch schon ganz provokativ weiterfahren..und klingeln..und dann, wenn sie nicht vorbeigelassen werden pöbeln und möglichst eng vorbeifahren. Ich gebe ja zu, es gibt sehr wenige Zuwege, die mit dem Radl befahrbar sind. Einzig die Strasse zu Zoo von Harlaching aus und die Großhesseloher Brücke sind mit dem Rad auf- wie abwärts befahrbar.
    Das sollte aber nicht dazu führen, das wir hier unser Selbstwertgefühl über das Radlfahren aufwerten müssen. Und wenn die Stadt hier nicht hilft, müssen sich vielleicht die Passsanten selbst helfen..

  4. Autor Michael Köhler
    am 22. August 2012
    4.

    Die Taktik dieses Forums ist mir inzwischen auch klarer geworden.

    Ich habe am Anfang wirkich geglaubt, der Bürgermeister mein es Ernst mit den Bürgerinteressen. Schon mal bemerkt, welche Fragen auch wirklich beantwortet werden? All die, wo man nicht viel politische Meinung kanalisieren muss. Nur keine Position beziehen.
    Und das Bewertungsverfahren ist doch für die Katz` Wieso kann es Gegenstimmen geben?
    Wenn ich politisch wähle, dann wähle ich doch auch für etwas!! Wenn man dort Gegenstimmen bekommen würde, wären diverse Politiker nicht mehr im Amt....ganz sicher!
    Also: Ich werde daher demnächst andere Wege gehen, um auch solchen wichtigen Themen wie diesem hier Gehör zu verschaffen..
    Vielleicht ist es auch so, daß man sich selbst zur Wehr setzen muss.
    Ich bin erst gestern wieder mit einem zusammengerasselt, weil er unbedingt den sehr schmalen Kinderwagenweg an der Marienklause mit dem Rad runter müssen! Und es war voll auf dem Weg! Sorry..dafür habe ich absolut kein Verständnis mehr. Die Situation an der Isar ist nicht mehr steuerbar. Wer Wind sät..und so weiter. Wer soviel Werbung für intensive Nutzung des Landschaftsschutzgebiets ISAR-Ufer als Naherholungsgebiet betreibt und lobpreist, darf sich nicht wundern, wenn es hier zu Exzessen kommt.
    Bled glaufa, Politiker! Out of controll!

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