Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor C. Buchberger am 27. August 2013
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Mobilität und Verkehr

Brachfläche am Candidplatz

Sehr geehrter Herr Ude,

zur Parksituation auf der Brachfläche am Candidplatz erschien gestern ein Artikel in der SZ.
Als Anwohnerin bin ich sowohl von der augenblicklichen angespannten Situation als auch von einer möglichen Sperrung betroffen und hatte in den letzten Jahren oft genug Anlass und Gelegenheit mir Gedanken über eine sinnvolle Lösung zu machen.
Erlauben Sie mir also, meine Argumentation aus meinem Leserbrief an die SZ zu zitieren:

Die Stadtverwaltung plant also, sich endlich mit der asphaltierten Brachfläche am Candidplatz zu befassen. Derzeit: vollgeparkt ohne System, Müll zwischen den Sträuchern, manchmal Schrottautos. Für die Kindergartenkinder hinter ihrem hohen Metallzaun sicher kein schöner Anblick.
Aber ist eine vollständige Sperrung die Lösung? Und trifft es „nur“ die Anwohner des Viertels, die ohnehin schon unter der angespannten Parksituation leiden?
Wer parkt hier eigentlich? Neben dem Kindergartenpersonal auf seinen mit Plastikgartenstühlen reservierten Plätzen und kurzfristig einigen Eltern, die ihre Kinder bringen oder abholen, und einem gewissen Prozentsatz Anwohner sind es häufig Auswärtige. An manchen Tagen sieht man kaum ein Münchener Kennzeichen auf dem Platz, dafür ganz Deutschland und halb Europa. Die Autobahnnähe, die Haltestellen der U1 und von zwei Metrobuslinien, Isar und das Grünwalder Stadion in unmittelbarer Nachbarschaft dürften der Grund für die Attraktivität des Platzes sein. Und es gibt bereits Apps, um solche kostenlosen Parkräume zu finden.
Zu Pendlern und Touristen kommen noch die Fahrzeuge ohne grüne Plakette, die hier nicht weiter kommen. Sowie vermutlich ein Anteil von Anwohnern der unmittelbar jenseits des Mittleren Rings gelegenen Parklizenzzone. Wer andrerseits außerhalb des Rings wohnt, kann keine Parklizenz für die nur 50 Meter entfernte Zone erwerben, obwohl dort oft viele Stellplätze frei sind.
Eine komplette Sperrung ohne flankierende Maßnahmen würde also vor allem die direkten Anwohner hart treffen. Auch Eltern müssten ihre Kinder jetzt in der stark befahrenen Schönstraße ausladen.
Was bleibt als Lösung? Die Schaffung eines Parklizenzbereichs zwischen Stadion, Isar bis zum Tierpark. Den vorderen, vom Kindergarten entfernten Teil könnte man mit einbeziehen. So könnten auch die dort aufgestellten Wertstoffcontainer weiterhin angefahren werden. Die Vermietung des hinteren Teils für Festivitäten wäre nicht beeinträchtigt.

Nun meine Frage an Sie: Plant die Stadt München einen Parklizenzbereich für diese Zone?

Mit freundlichen Grüßen
Caroline Buchberger

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