Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Michael Richter am 12. August 2011
4161 Leser · 86 Stimmen (-19 / +67) · 2 Kommentare

Sonstige

Bilddaten-Erfassung durch Microsoft

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
ich sehe mich genötigt, mich in folgender Angelegenheit an Sie zu wenden: heute wurde unsere Straße - Bäumlstrasse in Nymphenburg - durch ein Kamera-Fahrzeug der Fa. Navteq, beauftragt wohl durch MICROSOFT - offensichtlich ausführlich gefilmt bzw. photographiert. Meine Frau sprach den Fahrer an (wieso, weshalb), und bekam als patzige Antwort: das dürfen wir, und der Oberbürgermeister hat es erlaubt. Auf dem Informationsblatt werden Möglichkeiten genannt, wie man bei Bedarf das eigene Haus unkenntlich machen lassen kann.
Ich frage mich nun: warum muß eigentlich ich als unbescholtener Bürger eigentlich eine Beweis-Pflicht antreten, daß ich mein / unser Haus nicht im Internet dargestellt wünsche? Mit welcher Chuzpe und Unverfrorenheit nimmt MICROSOFT quasi automatisch an, das Recht zu haben, alles Mögliche zu filmen und photographieren?
Es müßte genau umgekehrt sein: MICROSOFT bzw. die beauftragte Firma NAVTEQ müßte VORHER fragen, ob man als Firma so in die Privat-Sphäre eines Bürgers eindringen darf / kann.
Offensichtlich steht unser Haus bereits beim Konkurrenz-Produkt der Fa. GOOGLE im Internet, wie wir feststellen mußten.
Die Stadt München, Sie als OB und die Sie tragende Stadtrats-Mehrheit legen doch immer recht viel Wert auf Einhaltung der Bürgerrechte - warum offensichtlich diesmal nicht???
Über diese Ausspähung des Privaten bin ich einigermaßen entsetzt, leider - und Ihre Begründung wird mich interessieren.

M.f.G.,

Michael Richter

+48

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Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Harald Schmitt
    am 12. August 2011
    1.

    Habe natürlich dagegen gestimmt.
    Mit welcher Chuzpe und Unverfrorenheit nehmen manche an, anderen das Photographieren in der Öffentlichkiet (!!!) verbieten zu können?

  2. Autor Dolores Fischer
    am 10. Oktober 2011
    2.

    Ich habe dafür gestimmt. Denn das Fotografieren in der Öffentlichkeit mag erlaubt sein. Doch das "Online stellen" dieser Aufnahmen ist es aber nicht.
    Beispiel: Ich mache ein Foto von Privatgrundstücken und evtl. dort befindlicher Personen. Dann müsste ich diese Personen um Erlaubnis fragen um das Foto online stellen zu dürfen.
    (Recht am eigenen Bild)

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