Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Andreas Schebesta am 03. Mai 2010
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Bildung und Kultur

Betreuungssituation der Kinder in Laim - Dringend

Sehr geehrter Herr Ude,

Die Stadt hat in den letzten Jahren viele Kinderkrippen-, Kindergarten- und Hortplätze in München geschaffen. Im Stadtteil Laim wurde in den letzten Jahren in KEINEM der 3 Bereiche nur ein einziger städtischer Betreuungsplatz geschaffen!
Lt. Frau Steigenberger (F5) sind in naher Zukunft KEINE Betreuungsplätze für Laim vorgesehen! Die noch immer nicht existierende, eigentlich bereits fertig sein sollende Koop am ehemaligen Trambahngelände wird schnell gefüllt sein - mit Kindern, die in diesem Areal ein neues zu Hause finden werden - somit werden keine zusätzlichen Plätze geschaffen! Außerdem hat sich der Baubeginn schon dermaßen verzögert, dass in den nächsten 2 Jahren sicherlich nicht mit der Fertigstellung zu rechnen
ist.
Laim wird bei der Schaffung von Betreuungsplätzen außen vor gelassen - und das jahrelang! WARUM? In Laim gibt es noch halbwegs bezahlbaren Wohnraum - der Grund für Familien, in diesen Stadtteil umzuziehen.
Die miserable Betreuungssituation unserer Kinder ist ein Grund, dass Familien Laim wieder verlassen! Dies ist sicherlich nicht von Ihnen gewünscht.

Beim Neubau des Kindergartens und Hortes an der Camerloher Schule wird ausschließlich ein Ersatz geschaffen - für Plätze die bisher existieren - keine zusätzlichen! Die Aussage, "aus personellen Gründen" (Die Einrichtung mit einer Leitungsstelle darf max. 7 Gruppen, d.h. 175 Kinder umfassen) können wir nicht gelten lassen! Mit Planung, Bau etc. vergehen 3 Jahre. Das ist Zeit genug, um das entsprechende Personal zu finden! Der Platz (Grund und Boden) ist vorhanden!
In diesem Schulsprengel entstehen neue Gebäude, zurzeit wird eine Anlage mit rund 200 Wohnungen fertig gestellt. Der Grund und Boden in Laim wird immer weiter verdichtet.

Das große, städtische Gelände in der Siglstrasse 19/21 kann deutlich effektiver genutzt werden - Abriss der beiden Kindergärtenpavillons und der Errichtung einer Einrichtung ähnlich dem Riegerhof - es könnten zusätzliche 75 Hortplätze entstehen - diese werden dringend an der Schule in der Schrobenhausener Straße benötigt! Noch besser wär es, wenn in diesem Gebäude zusätzlich Kinderkrippenplätze entstehen würden.
Setzten Sie sich BITTE persönlich ein, dass hier in Laim etwas passiert! Dieser desaströse Zustand in Laim ist eine Zumutung für alle Familien!

In der Mittagsbetreuung der Droste-Hülshoff-Schule finden 70 Kinder einen Platz - auf 60 m²! I.d.R. sollen 2,5m² für jedes Kind an Platz zur Verfügung stehen. Stellen Sie sich bitte diese Verhältnisse vor.

WARUM wird nicht in die ZUKUNFT geplant? Laim hat folgende Quoten: 32% Hortplätze (vorletzter Platz in München - Ziel 36%), 12% Krippenplätze (letzter Platz in München), 80% Kindergarten (Ziel lt. Ihrer Aussage in einer Ihrer Antworten sind 90%) Wie wollen Sie eine Erfüllung dieser Werte einhalten, wenn NICHT ein einziger Betreuungsplatz geschaffen wird? Mittlerweile wurden aus Elterninitiativen Plätze in den letzten Jahren geschaffen. Siehe Mittagsbetreuung Droste-Hülsshoff, Camerloher Kids.
Letzter möchte um die wieder einmal, die durch das Schulreferat verschlafene Schaffung von Betreuungsplätzen, lindern. Bis zum Herbst betreut diese Einrichtung in Eigenregie 145 Kinder. Vorbehaltlich der Zustimmung des Schulreferates, dass ein Klassenzimmer mitgenutzt werden darf. Diese Initiative verfügt dann über 27 Mitarbeiter. Warum wird sich hier immer nur auf die Eltern verlassen?

Wir Eltern in Laim protestieren gegen diesen Zustand - an einer Unterschriftensammlung im April beteiligten sich deutlich! mehr als 1300 Personen.

Geben SIE den Laimer Familien ein Zuhause.

Wir Eltern kämpfen dafür:
www.hortplatz-in-laim.de
Unterstützen Sie uns – bitte!

Eine weitere, abschließende Frage habe ich – wie werden in München diese Investitionen in Kindergärten, Krippen und Horte verteilt? Der, der am lautesten schreit bekommt Geld?
Nach der Dringlichkeit geht es offensichtlich nicht – oder warum sind wir mit der Verfügbarkeit von Krippenplätzen auf dem letzten – und der Verfügbarkeit von Hortplätzen auf dem vorletztem Platz - München weit - und werden NICHT berücksichtigt?!?

Vielen Dank
Andreas Schebesta

+74

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