Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

Es können keine neue Fragen mehr gestellt oder bewertet werden. Bisherige Anfragen und Antworten sind weiterhin sichtbar.

Archiviert
Autor Silke Foos am 11. Februar 2014
3848 Leser · 49 Stimmen (-1 / +48) · 0 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Betreuungsplätze für Grundschüler in Laim

Sehr geehrter Herr OB Ude!

Vielleicht ist es Ihnen bekannt: Im Stadtteil Laim ist die Versorgung von Grundschülern mit Hort- und Mittagsbetreuungsplätzen katastrophal. Der städtische Hort weist jährlich etwa ein Verhältnis von 7 Plätzen auf 80 Anmeldungen auf. Nun bekam ich von der unlängst eingerichteten Mittagsbetreuung der Naturindianer folgenden Brief:

"Liebe Eltern,

für Ihr Kind interessierten Sie sich für einen Platz in der naturindianer BNE-Mittagsbetreuung. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Einrichtung zum September 2014 schließt.

Grund für die Schließung sind die untragbaren Rahmenbedingungen, unter denen die Einrichtung stattfinden muss. Der Kindergruppe steht lediglich ein sehr kleiner Raum für die Hausaufgabenbetreuung zur Verfügung, dessen Nutzung durch die Mittagsbetreuung von der Mittelschule, die im selben Haus untergebracht ist, nicht gerne gesehen wird. Die Aufstellung eines Tipis als Spiel- und Projektort wurde bis jetzt noch nicht genehmigt, es mangelt an Platz auf dem Schulgelände und im näheren Umkreis der Schule. Die Stadt versicherte zu Beginn des Schuljahres die baldige Aufstellung des Zeltes, jedoch scheiterte das Vorhaben immer wieder aufgrund der Veränderungen, die dazu auf dem Schulgelände nötig gewesen wären. Schließlich wurde von Seite der Mittelschule gegen die Aufstellung eines Tipis Klage erhoben, was die organisatorische Umsetzung eines schönen Aufenthaltsortes für die Kinder zusätzlich auf Eis legte.

Wir bedauern die Situation sehr und haben lange versucht, sie für alle Beteiligten besser zu gestalten – leider ohne Erfolg. Eine Mittagsbetreuung, die keinen Platz zugestanden bekommt, in der die Gruppe täglich auf Wanderschaft zur Suche nach einem schönen Aufenthaltsort geht, ohne einen Ort zu haben, wo sie regelmäßig zur Ruhe kommen kann, ist nicht das, was wir den Kindern an Betreuung bieten möchten."

Nun meine Frage: wie kann so etwas in einem "Betreuungsmangelgebiet" passieren? Hat die Stadt irgendwelche Anstrengungen zur Unterstützung der Einrichtung unternommen? Bestehen irgendwelche Pläne zum Ausbau der Betreuungsplätze in Laim? Mein Sohn kommt 2015 in die Schule und ich rechne schon jetzt damit, dann meinen Beruf aufgeben zu müssen, denn mit den aktuellen Stundenplänen ist keine vernünftige Berufstätigkeit möglich. Wieso sprechen alle vom Ausbau der Krippenplätze und niemand darüber, was nach dem Kindergarten kommt? Im Zweifelsfall nämlich: nichts.

Mit freundlichem Gruß
Silke Foos

+47

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.