Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Franz Niller am 22. Januar 2010
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Sonstige

Bestuhlung in der Zentralbibliothek des Gasteigs

Sehr geehrter Herr Ude,

zunächst einmal möchte ich der Stadt München ein großes Lob für die Stadtbiblio-theken aussprechen. Mit über 20 Stadtteilbibliotheken und einigen Bussen bieten Sie eine weitgehend ortsnahe Versorgung der Bewohner Münchens mit vielerlei Kulturgütern an. Dabei begegnete ich in den von mir aufgesuchten Bibliotheken stets freundliche und kompetente Mitarbeiter. Zudem gibt es den Gasteig als große Zentralbibliothek, zu dem ich mich nun gesondert äußern möchte.
Erstmals ist die große Auswahl an verschiedenen Medien von Comics über Zeitschriften und Romanen hin zu Hörspielen und Spielen direkt vor Ort zu bestaunen. Auch die Auswahl von Fachlektüre ist (scheinbar) auf hohem Niveau (ich kann hier in erster Linie nur über mein bevorzugtes Gebiet der Soziologie sprechen, aber ein Ethnologe beispielsweise teilt meine Ansichten). Zwar ist sehr spezielle Fachliteratur in der Bayerischen Staatsbibliothek eher zu bekommen (was weder verwundert noch eine Kritik am Gasteig darstellt), aber grundlegende Werke sind genauso im Gasteig vorhanden, und dort oft weniger vergriffen und gleich (ohne Vorbestellung) einseh- und ausleihbar. Jedoch, Sie ahnen es, gibt es auch einen Punkt der Kritik.
Im Gasteig gibt es auch eine erstaunlich Palette von Fachzeitschriften, welche zu Recht nicht nach Hause genommen, sondern nur vor Ort eingesehen werden kön-nen. Dafür gibt es genügend Arbeitsplätze. Jedoch sind die dafür zur Verfügung stehenden Stühle meines Erachtens von geringer Qualität. Sie dürften aus orthopädischer Sicht vollkommen defizitär sein (aber fragen Sie hier lieber einem Fachmann), besonders auch für Leute mit Beeinträchtigungen des Bewegungsapparats (bei-spielsweise Leute mit Rücken- und Hüftproblemen). Zudem erscheinen Sie mir bei der Lektüre von „schwierigen“ Texten aus Fachzeitschriften ziemlich ungeeignet, da eine konzentrierte Sitzhaltung über einen längeren Zeitraum in diesen Stühlen schwerfällt. (Übrigens habe ich in keiner von mir bisher aufgesuchten anderen Stadtteilbibliothek solche „schlechte Arbeitsstühle“ angetroffen).
Nach einer Lösung, in Form von Anschaffung besserer neuerer Stühle, zu schreien fällt angesichts leerer Kassen zugegebenermaßen schwer. Mir ist aber immerhin eine Idee gekommen, bei größeren Firmen, wenn diese mal ältere Bürostühle ausrangie-ren sollten, die immer noch viel besser sein dürften als die mitterweile auch in die Jahre gekommenen Stühle vom Gasteig, nachzufragen, ob diese Stühle dem Gasteig vermacht werden könnten (natürlich nur dann, wenn sie auch wirklich geeignet sind). Was halten Sie, Herr Ude, nun von diesem Vorschlag?

Mir freundlichen Grüßen

Franz Niller

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