Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor W. Capitain am 04. August 2009
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Politik und Verwaltung

Befahren der Friedhöfe mit PKW

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

unser Familiengrab liegt seit Generationen auf dem Ostfriedhof, nahe des Eingangs St. Martinstraße.

Da ich das Grab meiner Eltern regelmäßig fast jede Woche besuche, muss ich seit längerer Zeit immer häufiger feststellen, dass private PKW's auf den Friedhof fahren. Ich habe das bereits vor mehr als einem Jahr bei der Friedhofsverwaltung reklamiert und man hat mir von dort per Email auch bestätigt, dass tatsächlich immer häufiger Privatpersonen durch das Fahren mit Ihren Autos auf den Friedhöfen auffallen, aber das man dagegen nichts tun könne.

Das kann doch nicht sein. Wir können doch nicht zusehen wie sich hier langsam aber sicher amerikanische Verhältnisse einschleichen, nur weil die LEute zu faul sind, zu Fuß auf den Friedhof zu gehen.

Letzte Woche musste ich sehen, dass ein noch nicht sehr betagtes Ehepaar mit seinem dicken BMW nicht nur auf den Gehwegen fuhr, sondern sogar noch ihr Fahrzeug direkt in den begrünten Zugängen zu den Gräbern abstellte. Also ich finde das unerhört.

Es wäre doch gut denkbar, dass man tagsüber Schranken an den Eingängen anbringt, die Friedhofsgärtnereien gegen eine Kaution einen Schlüssel oder eine Fernbedienung erhalten und damit diesem respektlosen Verhalten Einhalt geboten wird.

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie sich dieses Themas, das immer häufiger Schule macht, annehmen könnten.

Besten Dank und freundliche Grüße,

Wolfgang Capitain

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Antwort
von Christian Ude am 17. Dezember 2009
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Capitain,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Selbstverständlich haben Sie völlig Recht, dass Privatfahrzeuge auf dem Friedhof nichts verloren haben.

Nachdem alle bisherigen Ansätze - wie deutlich sichtbare Verbotsschilder und schriftliche Verwarnungen - nur kurzfristigen Erfolg zeitigten, hat sich die Friedhofsverwaltung entschlossen, zusammen mit dem Baureferat eine technische Lösung zu suchen, um diesem Unwesen Einhalt zu gebieten. Hierbei soll die Einfahrt in das Friedhofsgelände – wie von Ihnen vorgeschlagen – mittels Schranke, Code-Karten-System und Gegensprechanlage ausschließlich auf den berechtigten Personenkreis beschränkt werden.

Bis zur endgültigen Umsetzung dieses Vorhabens bitten wir allerdings noch um etwas Geduld, da die Verlegung der notwendigen Stromleitungen für die Schranken- und Gegensprechanlagen wegen der langen Wegstrecken sehr kosten- und arbeitsaufwändig ist.

In der Zwischenzeit wird die örtliche Friedhofsverwaltung die Verbotsschilder erneuern und den Fahrverkehr verstärkt überwachen. Bei Verstößen gegen das Einfahrverbot werden mit Geldbußen bewehrte Verwarnungen erlassen.

Mit freundlichen Grüßen