Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor C. Stanislawski am 23. September 2009
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Gesellschaft und Soziales

Bearbeitungszeit Wohngeld

Sehr geehrter Herr Ude,

ich habe eine Frage: kann es sein, dass das Amt für Wohngeld in München heillos mit den Anfragen überfordert und völlig unterbesetzt ist?

Nachdem ich mich entschlossen habe, ein Zweitstudium aufzunehmen, um Berufsschullehrerin zu werden, habe ich im April 2009 einen Antrag auf Wohngeld gestellt. Da ich als Zweitstudentin weder Anspruch auf Bafög, noch auf finanzielle Unterstützung durch meine Eltern, noch auf Sozialhilfe habe, lebe ich seitdem ausschließlich von den Ersparnissen, die ich in 1,5 Jahren Berufserfahrung erwirtschaftet habe. Auch eine Beschäftigung, die ich neben dem Studium dieser Tage aufnehmen werde, reicht natürlich nicht aus, um die Münchner Lebenshaltungskosten (inkl. Studiengebühren) zu decken.

Im Juni hieß es, ich könnte im Oktober mit Wohngeld rechnen, es würde noch an den Anträgen aus dem Monat Januar gearbeitet. Heute, am 23. September erhielt ich die Auskunft, dass nicht einmal die Februar-Anträge bearbeitet wären und ich auf unbestimmte Zeit wieder einmal warten müsste.

Zum Glück kann ich zurzeit (noch) auf meine Ersparnisse zurückgreifen. Trotzdem frage ich mich, ob mehr als sechs Monate Bearbeitungszeit wirklich zu rechtfertigen sind - und vor allem, was Menschen tun, die keine Ersparnisse haben, sondern ganz akut auf Wohngeld angewiesen sind?

Diese Situation stellt m. E. einen absoluten Missstand dar. Daher bitte ich Sie, die Besetzung Ihrer Wohngeldstellen und Sozialbürgerhäuser zu überdenken.

Mit freundlichen Grüßen,

Christina Stanislawski

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