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Beantwortet
Autor Kathrin Gehr am 14. Oktober 2010
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Bildung und Kultur

Bayernmarkt (Auszuge aus einem Kulturfiasko)

Dies ist ein Beitrag der informieren und unserem Ärger Luft machen soll.

Ich möchte mich bezüglich der Veranstaltung "Bayern Markt" im
August 2010 am Münchner Orleansplatz zu Wortmelden.

Ich hatte Ihren Flyer erhalten und mich sehr für die Veranstaltung
begeistert. Ich finde es wichtig, dass selbst in der Großstadt das Brauchtum
nicht untergeht. Zudem halte ich es für notwendig sich mit Traditionen und der
heimischen Kultur zu beschäftigen.

Mit großen Erwartungen besuchte ich mit meinem Partner Ihre Veranstaltung
und wurde sehr enttäuscht!!!!!

Ich weis nicht was sie sich die Veranstalter unter der "Einzigartigkeit Bayerns" oder
"Vielfalt unserer Heimat" vorstellen?? ( Beides Zitate aus dem Werbeflyer )
Auf diesem Markt war kein einziger lokaler Handwerker, kein traditionelles
Essen und nur ein einziger Stand der ein touristisches Ausflugsziel
beworben hat.
Statt dessen gab es Ramsch in rauen Mengen sowie türkische Feinkost.
Was glauben "Die" was ein Tourist von unserem "schönen Bayern" hält wenn er
diesen Markt besucht hat?

Eine Kultur die aus Currywurst, Playback Musik und Plastikspielzeug
besteht???

Das einzige was auf diesem Mark besser als alles andere dargestellt wurde
ist die Globalisierung zu der mit diesem Markt, eigentlich einen
Gegenpol geschaffen werden sollte. ( Siehe Bilder konnte ich leider nicht hochladen - Zitat aus dem
Werbeflyer)

Alles in allem war der Besuch mehr als enttäuschend. Leider war ich lange
verhindert meinem Ärger kund zu tun, möchte aber nicht, dass es deswegen
nicht getan wird.

Können wir so eine Veranstaltung in seiner Namensgebung einschränken??

Kathrin und Max

+74

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Antwort
von Christian Ude am 27. Januar 2011
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Gehr,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Um es gleich vorweg zu schicken – die Stadt ist nicht Veranstalter des Bayernmarkts und hat ihn auch nicht beworben. Selbst das Grußwort in dem von Ihnen zitierten Werbeflyer stammt nicht von einem städtischen Repräsentanten, sondern vom Landtagsabgeordneten Dr. Thomas Zimmermann.

Der Bayernmarkt findet bereits seit Jahren auf dem Orleansplatz statt. Die Platzvergabe und Durchführung dieser Marktveranstaltung werden vom Kreisverwaltungsreferat genehmigt und sicherheitsrechtlich zum Beispiel hinsichtlich Brand- und Lärmschutz betreut. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind, wird der Markt nach der Gewerbeordnung festgesetzt.

Im Rahmen der allgemeinen Gewerbefreiheit kann der Veranstalter die Händler selbst auswählen, die sich zuvor im Rahmen seiner öffentlichen Ausschreibung aus ganz Deutschland für eine etwaige Teilnahme gemeldet hatten. Auf das Warensortiment, die Namensgebung des Marktes und die Händlerauswahl nimmt die Stadt München keinen Einfluss.

Mit freundlichen Grüßen