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Beantwortet
Autor Erich Kirchmayer am 08. November 2010
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Mobilität und Verkehr

Baustellen killen Parkplätze

Zur Zeit baut die MNet ihr Glasfaser-Kabelnetz aus. Dazu sind natürlich Strassenbauarbeiten notwendig. Dazu werden auch Parkplätze gesperrt, teilweise nur von "werktags 07:00-18:00 Uhr", teilweise für längere Zeit komplett. Damit habe ich auch kein Problem, denn ein schneller Internetanschluss via Glasfaser ist schon lange mein Wunsch und es freut mich, dass dies nun bald möglich ist.

Was mich jedoch masslos ärgert sind Halteverbotschilder, die auch dann noch stehen, obwohl die Bauarbeiten längst abgeschlossen sind und erkennbar keinerlei Baumassnahmen mehr durchgeführt werden müssen. Ich habe auch schon die Bauarbeiter gefragt, ob man dort parken könnte, Antwort "ja freilich, da sind wir schon seit einigen Tagen fertig" Nach Angabe der Bauarbeiter sind die aber nicht für das Abbauen bzw. Verlegen der Halteverbotsschilder zuständig.

Ebenso in höchstem Masse ärgerlich ist, dass Bauschutt, Materialreste usw. auch ihren eigenen "Parkplatz" bekommen und dort auch längere Zeit liegenbleiben. In der Holzstrasse gibt es ein paar solcher "Parkplätze", die nur mit ein paar Häufchen Sand und/oder Aushub belegt sind - und das schon seit Wochen und obwohl in Sichtweite keinerlei erkennbare Baumassnahmen mehr stattfinden.

Gerade in Parklizenzgebieten muss die temporäre Vernichtung von Parkplätzen auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. Man darf sein Auto schliesslich nicht ein paar Strassen weiter abstellen, denn dort gilt dann schon ein anderes Parklizenzgebiet. Laut eines Mitarbeiters der kommunalen Parküberwachung wird auch kein Auge zugedrückt, wenn man mit einem Anwohnerausweis vom Nachbargebiet im "fremden" Lizenzgebiet parkt.

Bauarbeiten müssen sein und es ist völlig verständlich, dass dafür auch mal für eine begrenzte Zeit Parkplätze dafür wegfallen. Aber bitte nur so kurz wie möglich und nach Beendigung der Bauarbeiten die Halteverbotsschilder, Zäune, Bauschutt usw. auch sofort wieder weg!

+83

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Antwort
von Christian Ude am 02. März 2011
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Kirchmeyer,

die Straßenverkehrsbehörde ist sich des hohen Parkdrucks in den Parklizenzgebieten bewusst und steuert daher auch mit allen ihr zu Verfügung stehenden Mitteln gegen eine zusätzliche Verschärfung der Situation. Dies natürlich auch gerade während der Ausführung von Baumaßnahmen.

Deshalb werden auch im Rahmen des Glasfaser-Projekts jedes Jahres die Zahl der Baukolonnen und die Flächen, welche belegt werden dürfen, zwischen den Stadtwerken und dem Kreisverwaltungsreferat umfangreich abgestimmt, um einen möglichst schnellen Baufortschritt zu gewährleisten und gleichzeitig die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Bei den Arbeiten für die Verlegung von Glasfaserkabeln handelt es sich um sog. Wanderbaustellen. Die Lagerung von Material, Sand, Aushub etc. sind für die Baudurchführung unumgänglich, weil ansonsten ständig An- und Abfahrten von Baustellen-Lkw erforderlich wären und damit verbundene Verkehrsbeeinträchtigungen und Belästigungen. Insofern sind auch Materiallagerungen Bestandteil der Genehmigung. Sie werden im Übrigen regelmäßig an Stellen vorgehalten, wo sie für die anstehenden Arbeiten örtlich günstig gelegen sind und möglichst wenig Störungen verursachen. So können lange Wege vermieden und der Bauablauf beschleunigt werden.

Genehmigungen für diese Arbeitsstellen werden jeweils für einen mehrwöchigen Zeitraum und für mehrere Straßenzüge erteilt. Dadurch kann es natürlich vorkommen, dass Arbeiten schneller als geplant fertiggestellt werden, aber auch Verzögerungen können dabei nicht ausgeschlossen werden. Leider kommt es in diesen Fällen auch gelegentlich vor, dass die nicht mehr benötigten Haltverbotsschilder von den Baufirmen bzw. von deren Auftragnehmern nicht direkt nach Abschluss der Arbeiten entfernt werden.

Durch eine jährlich stetig steigende Anzahl an zu erteilenden Genehmigungen ist eine lückenlose Nachkontrolle durch die Straßenverkehrsbehörde aber leider nicht möglich.

Gleichwohl werden wir Ihren Hinweis zum Anlass nehmen, um die Stadtwerke München als Maßnahmeträger anzuhalten, die Arbeiten im Hinblick auf nicht zwingend erforderliche Parkplatzverluste verstärkt zu überwachen und ggf. nicht mehr notwendige Beschilderungen zeitnah zu entfernen.

Mit freundlichen Grüßen