Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Almuth Tauche am 18. Juli 2011
6043 Leser · 143 Stimmen (-41 / +102) · 2 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Autorennen im Olympiastadion

Sehr geehrter Herr Ude,

heute erschreckt uns die Einübung des Autorennens.

Deshalb habe ich - auch im Namen meiner Nachbarn-,
einige Fragen an Sie:
1. Wie sehen Sie das Vermächtnis von Dr.Vogl, nach der Olympiade, dem Münchner Norden einen eigenen Park für Sport und Erholung zu hinterlassen?
2. Wie verträgt sich der Werbeslogan:"ein Autorennen auf engstem Raum" im Oly-Stadion mit der angeblich ökologischen Stadtpolitik?
3. Kennen Sie nicht die Wohnbebauung rund um den Oly-Park und welche Lärmfrequenzen halten Sie für Bürger im Norden für zumutbar?
4. Fürchtet der Stadtrat bzw. Sie nicht Ihre Glaubwürdigkeit, wenn innerhalb des Mittl.Rings durch eine städt.Gesellschaft abgas- und hohe lärmproduzierende Events veranstaltet werden, die die Gesundheit der Bürger bedrohen?
5. Welchen Einfluss nimmt der Vorsitzende bzw. der Aufsichtsrat auf die Programme/Events der Oly-Park GmbH?

Wir Anwohner sind alle entsetzt, dass München den Tanz um das goldene Kalb "Auto" so weit treibt. Aber es trifft ja nur den Münchner Norden. Die früher für diese vernachlässigte Wohnregion beabsichtigte städteplanersiche bessere Durchmischung der Bevölkerung wird durch derartige Umweltbelastungen zunichte gemacht.
In der Hoffnung Ihrer Verantwortung für alle Bürger erwarte ich mit Spannung Ihre Antwort. Frdl.Gruß Almuth Tauche

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  1. Autor Dietmar Schmidt
    am 22. Juli 2011
    1.

    Es klingt wie eine Motorsäge und genauso nervt es auch, das kurze Aufheulen der Motoren im Olympiastadion. Die Lärmbelästigung wird durch dieses Wuiwuiwui der Motoren noch unerträglicher. Es ist schon sehr zynisch, wenn der Pressesprecher des Olympiaparks Arno Hartung in der SZ meint, einmal im Jahr ist das den Anwohnern zuzumuten, denn gerade im Sommer mutet die Olympiapark GmbH den Anwohnern mit den Open-Air Konzerten im Stadion und mit anderen Veranstaltungen genauso und bis spät in die Nacht einen schwer zu ertragenden Lärm zu. Es mag zwar reizvoll sein, auf diese Weise Grönemeyer u. ä. zusammen mit Freunden am heimatlichen Balkon zu genießen, ohne den oft horrenden Eintritt bezahlen zu müssen. Aber man hat keine Wahl, man muss es auch durch die geschlossenen Fenster hören, wenn man es gar nicht will.

    Aber es gibt noch andere gewichtige Gründe, weshalb die Stadt weitere Autorennen im Olympiastadion nicht genehmigen sollte. In den sechziger Jahren wurden die Motorrad- Sandbahnrennen im BBM-Stadion an der Schwere-Reiter-Straße, nur wenige hundert Meter vom jetzigen Olympiastadion entfernt, wegen der Lärmbelästigung der Anwohner abgeschafft. Haben die Motorräder mehr Lärm gemacht als jetzt die Boliden im Olympiastadion? Das Olympiastadion liegt in der Umweltzone. Erfüllten die Rennautos die Abgasrichtlinien für die Umweltzone? München hat Probleme mit dem Feinstaub. Ganz ohne Zweifel haben die Autorennen nicht zur Verminderung der Feinstaubbelastung beigetragen. Und wie ist es mit der Abgasbelastung der Zuschauer in diesem Kessel Olympiastadion? Ist das alles unbedenklich, weil die Veranstaltung viel Geld einbringt?

    Wir wohnen seit über 35 Jahren im Olympischen Dorf. Dass wir neben einem Fußballstadion wohnen werden, haben wir von Anfang an gewusst, dass wir neben einer Autorennbahn wohnen werden, nicht.

  2. Autor Wilfried Möller
    am 27. Juli 2011
    2.

    CO2,Feinstaub und Lärm in der Umweltzone umgeben von Wohn- gebieten und das nur so zum Spaß bzw. zur Gewinnmaximierung der Veranstalter der DTM - so "nachhaltig" schädigen diejenigen unsere Umwelt, die München zur Stadt der ökologischen und nachhaltigen Spiele erklärt haben. Nach Olympiapark-Chef Huber war dies erst der Anfang, ein Vertrag über die nächsten zwei Jahre besteht bereits und weitere Motorsportveranstaltungen kann sich Herr Huber durchaus vorstellen. "Kommerz vor Schutz der Umwelt und der Bürger" ist hier offensichtlich die Devise. Umwelt und Bewohner am Olympiapark scheinen die Verantwortlichen in der Stadt nicht zu interessieren. Dies ist an Scheinheiligkeit wohl nicht mehr zu überbieten.

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