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Autor Ralf Hamester am 07. Dezember 2011
6162 Leser · 128 Stimmen (-14 / +114) · 3 Kommentare

Planen und Bauen

Ausschreibung von Grundstücken im 4. BA der Messestadt Riem

Sehr geehrter Herr Ude,

in der Messestadt Riem sind zwei getrennte Ausschreibungsverfahren für den 4. BA geplant.

Meine drei Fragen in diesem Zusammenhang:

1. Weshalb werden Baugemeinschaften aus dem Verfahren für die südlichen Grundstücke ausgenommen und stattdessen auf die Ausschreibung für den nördlichen Teil verwiesen?

2. Welche Möglichkeit gibt es für Baugemeinschaften, doch noch an ein Grundstück des Südteils zu gelangen (bspw. durch Rückgabe durch den Bauträger)?

3. Wäre eine Ausschreibung unabhängig vom Adressatenkreis für die beiden Teile nicht gerechter?

Zum Hintergrund: Von der städtebaulichen Planung her entsprechen die vorgesehenen Baukörper (inkl. Vorgaben zu Wohn- und Geschossflächen, Geschossflächenzahl und Geschossanzahl, Grünflächenanteile) viel eher den kommerziellen und gestalterischen Erwartungen von Baugemeinschaften als denen von Bauträgern. So wird ein Bauträger Wohnflächen teurer verkaufen können als gemeinschaftliche Grünflächen. Mitglieder von Baugemeinschaften hingegen legen starken Wert auf das Wohnumfeld, zu dem auch Grünflächen(anteile) gehören. Allgemein muss doch (neben der erfolgreichen Platzierung der Grundstücke am Markt) ein Nebenziel der Ausschreibungen sein, dass das bessere Konzept überzeugen muss - nicht, wer es realisiert.

Zuletzt noch die 4. Frage: Welchen Status haben die beiden Ausschreibungen und wie ist der weitere (aktuelle) Zeitplan?

Herzlichen Dank für Ihre Auskunft!
Ralf Hamester

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Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Ralf Hamester
    am 24. Dezember 2011
    1.

    Interessante Informationen, aber aus meiner Sicht keine ausreichende Antwort liefert eine Pressemitteilung der Stadt vom 25.11.2011: http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Presse-Service/...

  2. Autor Herbert Gerhard Schön
    am 07. Januar 2012
    2.

    Sehr geehrter Herr Herr Hamester,

    vielleicht fragen Sie so freundlich unbekümmert, um von der Münchner Stadtverwaltung eine ehrliche Antwort zu erhalten?

    Die werden Sie wahrscheinlich nicht bekommen, aber Sie können es sich ja wohl auch selber denken:
    Im Norden liegt der Edinburgh-Platz mit dem Verkehr rundadum und der östliche Nachbar ist der GEWOFAG-Block.
    Im Süden liegt der Landschaftspark und die östlichen Nachbarn sind überwiegend frei finanzierte Wohn-Areale.
    Wenn Sie jetzt die Münchner Stadtverwaltung bzw. die MRG wären und wirtschaftlich denken müssten - würden Sie das Vermarktungs-Konzept hier auf den Kopf stellen wollen?

  3. Autor Ralf Hamester
    Kommentar zu Kommentar 2 am 09. Januar 2012
    3.

    Sehr geehrter Herr Schön,

    vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Die Vergabe erfolgt zu festen Preisen. Der Zuschlag ist also nicht von der Zahlungsbereitschaft der verschiedenen Bieter abhängig. Es sollte daher jeder das Recht haben, an der Ausschreibung teilzunehmen. Der wirtschaftliche Erfolg der Ausschreibung sollte derselbe sein, unabhängig davon, wer den Zuschlag zum vorgegebenen Preis erhält.

    Aus städteplanerischer Sicht sollte derjenige Bieter zum Zuge kommen, der den verlangten Kaufpreis zahlt und das beste Konzept liefert! Die Förderung von Baugemeinschaften wäre dann kein Lippenbekenntnis mehr, sondern gelebte Tatsache.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ralf Hamester

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