Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Chakib Lemzouri am 30. Mai 2011
6408 Leser · 102 Stimmen (-10 / +92) · 5 Kommentare

Politik und Verwaltung

Ausländische Mitarbeiter in öffentlichen Behörden

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

ich habe eine Frage, bzgl. dem Fachkräftemangel.
Ich muss mit bedauern festellen, dass statistisch gesehen, sehr viele Deutsche mit Migrationshintergrund, so gut wie keine Chance (außer Spezelwirtschaft) in öffentlichen Einrichtungen oder Behörden arbeiten.

An was liegt das? Ich glaube nicht, dass es an der fachlichen Kompetenz liegt. Ich habe den Eindruck, dass bei der Stellenauswahl immer noch auf den Namen und der Herkunft ggf. sogar auf die Religion geschaut wird.

Ich finde es sollte wie eine Frauenquote auch für Ausländische oder Deutsche Bürger mit Migrationshintergrund eine Quote geben.

Mit freundlichem Gruß
Chakib Lemzouri

+82

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Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Maria S.
    am 23. Februar 2012
    1.

    Kann ich aus persönlicher Erfahrung und dem 30 Jahre Leben als Deutsche mit Migrationshintergrund nur bestätige. Wann ändert sich hier was?

  2. Autor Chakib Lemzouri
    am 27. Februar 2012
    2.

    Hallo Frau Schmidt,

    danke für Ihre Zustimmung. Leider warte ich vergebens auf eine Antwort des Bürgermeisters.

  3. Autor Maria S.
    am 02. März 2012
    3.

    Und noch ein Aspekt:

    In Deutschland gibt es einen Fachkräftemangel.

    Ausländer haben aber Angst, hier zu Leben. Indische Mütter beispielsweise möchten nicht, dass ihre computerspezialisierten Söhne in Deutschland arbeiten, weil sie befürchten, dass die Söhne dort geschlagen werden.

    Geschlagen von den Behörden wurde man mit Migrationshintergrung gelegentlich in der Tat. Da würde es doch Versöhnlich und Vertrauenserweckend erscheinen, wenn man es mal in der Behörde nicht mit jemandem zutun hat, der Mayer, Bayer oder Schmidt heisst.

    Ich persönlich schaue mir aktuell immer gerne mal die Bilder von Führungsspitzen, Prüfungsausschüssen und Vorständen an: immer alles weisse Männer, gerne ein von und zu.

    Im Grundgesetz steht, wir wären alle gleich. Wie kommt es denn zu diesem Selektionsvorteil?

  4. Autor Chakib Lemzouri
    am 06. März 2012
    4.

    Ja, wir sind da auf der gleichen Spur.
    Unabhängig von der Qualität der ausländischen Fachkräfte, eine Chance auch eine Führungsposition zu bekommen ist gleich Null.
    Also im KVR gibt es 2 oder 3 mit Migrationshintergrund, aber eine Führungsposition werden die nie bekommen.
    Warum diese Selektion so ist, weiß ich nicht.
    Aber ich kenne zwei Firmen die so international sind, ist zwar keine öffentliche Einrichtung, aber dafür sind diese so erfolgreich.

  5. Autor Maria S.
    am 07. März 2012
    5.

    Ausserdem ist wissenschaftlich erwiesen, dass in gemischten Teams bessere Ergebnisse erzielt werden.

    Mir erging es bei einer internationalen Veranstaltung jedenfalls so, dass ich mich sehr wohl fühle beim arbeiten. Ich weiss aber nun nicht, ob ich mich dort wohl gefühlt habe, weil ich einen Migrationshintergrund habe und ein Ur-Bayer hätte sich überfremdet gefühlt?

    Ich werde mich beruflich umorientieren. Ich arbeitete bis jetzt in einem sehr konservativen Bereich und vielleicht habe ich wo anders mehr Glück.

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