Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor E. Dax am 20. April 2010
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Planen und Bauen

Ausbau Mittlerer Ring Südwest/Sendling, nicht überdachtes Teilstück

Sehr geehrter Herr Ude,

Bitte um eine positive direkte Antwort von unserem Oberbürgermeister
wegen Überdeckelung des Bauabschnitts auch ab ca. Murnauer Straße bis Höglwörther Straße, also Gesamtdach über den tiefer gelegten Mittleren Ring.

1) Begründung:

Ausgerechnet hier wurden damals ins Grüne Häuschen und Privatwege direkt ohne Abgrenzung an den damals wenig befahrenen Mittleren Ring gesetzt, jetzt wird z.B. weiter vorne ab Höglwörther Straße bis Passauerstraße überdeckelt, obwohl dort Erdwälle und große Häuserabschirmwände sind.

Von der Stadt als Winter-Olympia-Austragungsort wurde die Sicherheitslage eingefügt in die Bewerbung. Leicht kann jemand etwas in die tiefer gelegte Straße werfen (München hatte bereits vor dem jetzigen Welt-Terrorismus Anschläge: Sommerolympiade und Oktoberfest und der Zuzug nach München war/ist gewaltig)

Die nächste Einkaufsmöglichkeit für die Bewohner zwischen Murnauer- und Höglwörtherstraße ist das Ladenzentrum hinter der Kirche auf der anderen Seite des Mittleren Rings auch für alte Leute, die damals sich ein Reihenhäuschen kauften und oft 50 Jahre abzahlten, auf dem kürzesten Weg am dann ca. 3 m hohen Zaun entlang neben der Straße zu erreichen, sie erklimmen die Brücke Grabbeweg trotz Gehbeschwerden oder überqueren 25 m weiter den Mittleren Ring bei der Höglwörther Straße.

Die Unterirdischlegung beginnt beim Westpark und wird ein Riesenstück bis weit hinter den Luise-Kiesselbach-Platz untertunnelt mit Dach, danach sogar nach der Höglwörther Straße wieder, warum nicht auch dieses kleine Stück.

Wegen der Kosten soll nicht überdacht werden. Aber wenn man sieht, wie viel von vorneherein überdacht werden soll und sogar dazu genommen wurde, kostet die restliche Überdachung eine kleine Summe und die Brücke beim Grabbeweg würde vielleicht wegfallen.

Vom Baureferat wurde auf die abgeschlossene Planung hingewiesen, muss man deshalb Ghettobildung akzeptieren? Wir haben keine DDR mit Planwirtschaft, beim Harlachinger Krankenhaus wurde nach Baubeginn gemäß Zeitung noch Zahlungen bewilligt vom Stadtrat. Außerdem, wenn die Abgaswerte nach Bauende hoch sind, müsste dann doch ein Dach gebaut werden? Damit man nicht Atemwegserkrankungen bekommt und der Lärmpegel endlich nieder wird.

Das Stadtbild wird durch Straßenschluchten unansehnlich und es ist Ausgrenzung. Brücken baut man über Flüsse, nur wegen US-Besatzung war dies nach dem 2. Welt-Krieg nötig beim McCraw-Graben, das Gelände ist heute isoliert. Damals hatte man für Überdachung der tiefer gelegten Straße natürlich kein Geld.

Sollte die Stadt den Betrag für diese restliche Überdachung minimiert um die neue Brücke unverständlicher Weise hier nicht haben, könnte doch der Freistadt Bayern mitbezahlen und vielleicht die EU. Dieser Mittlere Ring ist eine Verbindungsstraße zu drei Autobahnen.

Es sollte kein Anreiz für Sprayer geschaffen werden, die Schallschutzwand ist eine große Möglichkeit in München. Man geht ein langes Stück direkt an der Schallwand entlang, es reizt sicher, sie nach eigenen Vorstellungen zu bemalen.

Nach Jahrzehnten war man froh, endlich den Lärm und den Gestank des Autogroßaufkommens los zu sein und nun nicht? Wo bleibt da die Gleichbehandlung aller?

Man verlässt sich auf die Stadtverwaltung, hat nicht Zeit, alles gleich mitzuverfolgen. Dafür ist das Baureferat da, aber auch, um ungute Planungen abzuändern. Damit München mit dem liebenswerten Begriff Millionendorf weiter eine sehr lebbare Stadt bleibt.

2) Gründe dagegen:
Gleichgültigkeit der Planer,
jemand will das leer stehende Gelände mit der früheren Verwaltung der Fa. Moll billig mieten oder kaufen,
Trennung von Stadtteilen,
schlechte Geldmittelverteilung …

Meine Mutter wohnt am Mittleren Ring, beim nicht überdacht geplanten Teilstück, seit 55 Jahren im mit Verzicht ersparten Eigenheim, ist gehbehindert mit 80 Jahren. Ich habe auf Urlaubsreisen schon viele Städte gesehen, durch diese Nichtüberdachung wird München hässlich. Es sollte nie zu spät für eine Bauabänderung sein, sonst würde München nicht existieren, noch eine Mönchsklause sein.

Es würde mich sehr freuen, wenn der OB antwortet.

Mit freundlichen Grüßen

Eva Dax
München

+58

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