Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Gabriele Herrmann am 17. Januar 2014
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Gesellschaft und Soziales

Asylantenheim in Berg am Laim

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wie ich aus unserer örtlichen Lokalzeitschrift "Hallo" erfahren habe soll in Berg am Laim ein neues Asylantenheim entstehen.
Wenn ich richtig informiert bin ist unser Stadtteil im Augenblick der in ganz München am stärksten mit Migranten belastete Stadtteil. Wieso lässt man einen solchen Brennpunkt absichtlich entstehen ? Wieso werden nicht endlich einmal die Stadtteile in denen die gut situierten Bürger wohnen gleichermaßen mit Migranten konfrontiert. Muss denn die Devise immer heißen wo schon viele sind ist es eh schon egal ?
Ich finde das im höchsten Maße ungerecht und bitte Sie daher um eine Auskunft und Stellungnahme.
Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Herrmann

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Antwort
von Christian Ude am 08. April 2014
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Herrmann,

für die Unterbringung des erwähnten Personenkreises ist die Regierung von Oberbayern zuständig und nicht die Landeshauptstadt München.

Deswegen habe ich mich bezüglich Ihres Anliegens mit der Regierung von Oberbayern in Verbindung gesetzt und folgende Stellungnahme der zuständigen Abteilung erhalten, die ich im Wortlaut wiedergebe:

„Die Regierung von Oberbayern ist aufgrund des weiterhin sehr hohen Zuganges von Flüchtlingen verpflichtet, neue Unterkünfte für Asylbewerber sowohl in ganz Oberbayern, als auch in der Landeshauptstadt München zu eröffnen.

Eine ausgewogene Verteilung der Unterkünfte auch im gesamten Stadtgebiet München wird dabei angestrebt. Im Stadtteil Berg am Laim wurde unter Beachtung dieser Vorgabe kürzlich das Gebäude in der Neumarkter Str. 43 für Zwecke der Asylbewerberunterbringung angemietet.

In dem Gebäude können nach Umbau entsprechend den Leitlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration ca. 250 Personen untergebracht werden. Es ist geplant, die Unterkunft wie üblich mit harmonisierenden Nationen und einer Mischung aus Familien und Alleinstehenden zu belegen.

Die Betreuung wird durch Verwaltungspersonal und einen Hausmeisterdienst sowie eine Sozialbetreuung durch die Wohlfahrtsverbände sichergestellt.“

Mit freundlichen Grüßen