Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Ulrike Bogner am 20. Juni 2011
8256 Leser · 121 Stimmen (-18 / +103) · 1 Kommentar

Sonstige

Arbeitslose im Einsatz gegen Verkehrssünder

Sehr geehrter Herr OB Ude,

Verkehrsregeln wurden gemacht, um das Miteinander aller Verkehrsteilnemer sicher zu gestalten.
Leider muss ich feststellen, dass zunehmend diese Verkehrsregeln missachtet werden - von allen Verkehrsteilnehmern und allen Altersgruppen! Eine rote Ampel gilt offensichtich nur noch für Autofahrer. Wenn ein Radfahrer oder ein Fußgänger an der roten Ampel stehenbleibt ist das mittlerweile eine Ausnahme. Kürzlich ist ein Mutter bei rot mit dem Fahrrad über eine Straße gefahern und in ca. 4-5 m Abstand folgte das kleine Kind! Letztes Jahr wurde ich von einer Radfahrerin auf einem sonst leeren, breiten Gehweg von hinten angefahren. Als Entschuldigung gab Sie an, dass ihre Freundin sie von dem ebenfalls recht breitem Radweg abgedrängt hätte. Als die beiden weiterfuhren, blieb die eine Radfahrerin weiter auf dem Gehweg bis ich sie auf der Dachauer Str. Stadtauswärts aus den Augen verloren hatte. Es war also nicht die Frendin schuld sonder ihr eigenes Fehlverhalten und ich durfte wochenlang meine Verletzungen auskurieren. Im Westfriedhof wird trotz Verbotsschild munter Fahradgefahren. Am Busbahnhof vor dem Westfriedhof wird munter Querfeldein gefahren oder gleich über den Gehweg. Ich habe einen Garten in der Heinrich-Schlicht-Anlage. Leider konnten sie an unserer 100-Jahrfeier nicht teilnehemn. Früher war die Anlage abgesperrt; seit es eine öffentliche Anlage ist fährt jeder in die Anlage, der seine Sachen nicht tragen will. Die Hundebesitzer leinen die Hunde ab sobald sie in die Anlage kommen und wenn man die Leute anspricht muss ja schon froh sein, wenn man nur verbal abgewatscht wird. Was hilft schon eine Grünanlagensatzung wenn keiner da ist der darauf achtet, dass sie auch eingehalten wird. Dass die Polizei nicht überall sein kann ist klar aber wir haben so viele Arbeitslose die man gegen die Verkehrssünder einsetzen könnte. Sicherlich ist da nicht jeder geeignet. Man könnte die Personen Gruppenweise quer durch die Stadt schicken und Sie an den eingenommen Bussgeldern prozentual beteiligen. Diese Leute wären nicht mehr arbeitslos. Sie würdem dem Staat nichts mehr kosten und der Stadt die Kassen füllen und ganz nebenbei könnte unsere Stadt wieder sicherer werden.

Vieleicht kann man meine Idee umsetzen! Was denken Sie?

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Bogner

+85

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Antwort
von Christian Ude am 05. Oktober 2011
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Bogner,

vielen Dank für Ihren Hinweis auf beobachtete bzw. selbst erlebte Rücksichtslosigkeiten im Straßenverkehr. Ich muss Ihnen leider zustimmen, dass solche Verhaltensweisen immer wieder feststellbar sind.

Bei der Stadt ist die Verkehrsüberwachung des Kreisverwaltungsreferates schwerpunktmäßig für die Verfolgung von Park- und Geschwindigkeitsverstößen, aber auch für Verstöße von Radfahrern verantwortlich. Dort wurde das Überwachungspersonal im Außendienst in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht, so dass notorische Verkehrssünder durchaus damit rechnen müssen, für ihr Handeln auch zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Unter den vielen Bewerberinnen und Bewerbern für einen Job als Verkehrsüberwacher befanden sich in den letzten Jahren auch zahlreiche Arbeitslose, die bei entsprechender Eignung in städtische Dienste übernommen werden konnten.

Die Zahl der aktuell bei der städtischen Verkehrsüberwachung beschäftigten Außendienstkräfte ist nun aber nach Einschätzung der Fachdienststelle für regelmäßige Kontrollen ausreichend. Dabei sollte man es dann auch bewenden lassen, denn ich denke, trotz immer wieder zu beobachtenden Rücksichtslosigkeiten wünscht sich niemand quasi an jeder Ecke einen Uniformierten, der nach dem Rechten sieht.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Konstantinos Pulios
    am 04. August 2011
    1.

    Ich bin für Recht und Ordnung aber bitte nicht so in dieser Form.
    "Geldeintreiber für die Stadt mit Gewinnbeteiligung", so hört sich der Vorschlag an.
    Für Recht und Ordnung hat die Polizei und das Ordnungsamt zu sorgen und das soll so auch bleiben. Arbeitslose dafür einsetzen zu wollen, ohne entspr. Ausbildung für den Polizei- bzw. Ordnungsdienst geht garnicht. Die Überwachung der Einhaltung von Recht und Ordnung sollte nicht privatisiert werden.

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