Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Johannes Krämer am 12. März 2013
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Gesellschaft und Soziales

Arbeit für psychisch kranke Menschen

Sehr geehrter Herr Ude

leider werden auch heute noch Menschen mit psychischen Erkrankungen von der Gesellschaft ausgegrenzt. Oft entstehen solche Erkrankungen durch Familiengeschichten und immer mehr auch durch Überforderung oder Mobbing im Beruf. Auch falsche Auffassungen von Religionen ist oft die Ursache einer psychischen Erkrankung bei Moslems wie auch bei Christen.

Diese Menschen müssen behandelt werden und wenn sie wieder gesund sind in den Beruf zurückgeführt werden. Bei vielen ist das kein Problem, da sie nur krank geschrieben werden und dann weiterarbeiten können.

Menschen, die einmal aus dem System herausgefallen sind bekommen oft einen Behindertenausweis und sind auf eine Arbeit im 2.Arbeitsmarkt angewiesen. Dort werden dann oft Arbeiten angeboten, die sonst niemand mehr machen würde zu einem Lohn (950€) zu dem niemand sonst arbeiten würde. Jemanden, der sowieso psychisch angeknackst ist oder vielleicht depressiv ist, so etwas anzubieten ist unsozial und verletzt die Würde der Menschen!

Kann man die Integrationsämter nicht so ausstatten, daß die Menschen im 2.Arbeitsmarkt nicht wenigstens finanziell entlastet werden?

Als selbst im 2.Arbeitsmarkt tätiger Gärtner weiß ich auch, daß hier Anforderungen wie bei normalen GaLaBau-Betrieben herrschen. Diese arbeiten mit Billigarbeitskräften aus anderen Ländern. Dies schafft zusätzlichen Konkurrenzdruck, da Fremdarbeiter oft aus der Landwirtschaft kommen und die schwere körperliche Arbeit gewohnt sind.

Wir können nicht jede "schlechte" Arbeit den Ausländern überlassen, das schafft eine soziale Schieflage, Deutschland schafft sich eine Herrenklasse und der Rest wird ausgegrenzt. Das ist unsozial und verletzt die Menschenwürde.

Sehr geehrter Herr Ude, kann Gärtner wieder ein Beruf werden, der angesehen ist und auch gut bezahlt wie jeder Handwerksberuf ?

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