Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Franziska Ziegler am 07. Februar 2012
8021 Leser · 129 Stimmen (-27 / +102) · 9 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Anstößige Plakate - und die Kinder?

Sehr geehrter Christian Ude,

ich bin eine 20-jährige Medizinstudentin und fahre jeden Tag mit der U-Bahn in die Uni. Mir ist aufgefallen, dass in letzter Zeit viele Plakate mit zweideutigem (aber doch eigentlich sehr eindeutigem!!!) Inhalt aushängen. Beispielsweise das Plakat vom "C-Date" auf dem steht "Fantasien ausleben..." oder zur Zeit die Axe-Werbung mit "Feiern bis die Ärztin kommt" oder "Erfüll einer Fee drei Wünsche". Haben wir Erwachsenen nicht die Pflicht, Kinder vor solchen Inhalten zu schützen? Hat ein 6-jähriger, der gerade das Lesen lernt, nicht das Recht als erste Übung nicht gerade "Feiern bis die Ärztin kommt" zu lesen?
Ich bitte Sie und alle, die an der Genehmigung von Plakaten beteiligt sind, ihre Aufgabe und Pflicht auch gegenüber den Kleinsten und den Jugendlichen in unserer Gesellschaft wahrzunehmen. Sie haben ein Recht darauf, nicht von sexistischen Anspielungen umgeben zu sein! Prüfen Sie sorgfältig, ob die Plakate, die sie genehmigen auch wirklich für die Augen aller gedacht sind!

Ich danke Ihnen vielmals und würde mich sehr über eine Antwort freuen!

+75

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Kommentare (9)Schließen

  1. Autor Martin Krafft
    am 08. Februar 2012
    1.

    Ich habe gestern meine Plus-Stimme gegeben, heute bereue ich das.

    Gestern auf dem Heimweg sind mir einige solche Plakate aufgefallen, aber entscheiden, welche davon "OK" sind und welche "verboten gehören", das traue ich mir nicht zu.

    Vielmehr wünsche ich mir, daß auch keiner diese Entscheidung für uns alle trifft, denn wo sind dann die Grenzen? In den erwähnten Beispielen sind wir wahrscheinlich noch alle mehr oder weniger der gleichen Meinung, aber es wird Fälle geben, wo das nicht mehr so ist, und die wir dann aber gar nicht mehr mitbekommen würden, würden die Entscheidungen im Kämmerchen gefällt.

    Kurzum: es geht um Meinungs- und Pressefreiheit!

    Bzgl. AXE und ähnlichen Produkten/Firmen, die mit provokativer Werbung auftreten, denke ich gibt es nur zwei Wege:

    1. Wir müssen unsere Kinder angemessen erziehen und ihren Verstand schärfen, so daß sie in der heutigen Welt solche Fehlinformationen filtern oder verarbeiten können.

    2. Wir sollten die hinter solchen Kampagnen verantwortlichen Firmen nicht untterstützen und konsequent deren Produkte meiden. Also: kein Geld an C-Date, und beim nächsten Einkauf eben kein AXE, kein Knorr, und kein anderes Unilever-Produkt in den Korb!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Unilever#Gesch.C3.A4ftsberei...

  2. Autor Korbinian Beischl
    am 10. Februar 2012
    2.

    ...in den 70ern kam ich täglich während meines Schulweges an einem vermummten Laden vorbei, in dessen Schaufenster in grossen, roten Letten "SEX" geschrieben war.
    Seltsam - ich habe das ohne größeren Schaden überlebt....

  3. Autor Maria Käser
    am 13. Februar 2012
    3.

    Zitat Hr. Beischl "Ich habe das ohne größeren Schaden überlebt.......".
    Sind sie da ganz sicher; viele Ihrer Kommentare laßen dran zweifeln!

  4. Autor Wioletta Fraczek
    am 14. Februar 2012
    4.

    ich als Mutter von zwei Kindern finde es sogar SEHR wichtig darauf Acht zu geben. Den es reicht ja schon, dass man mit Werbung nur überschüttet wird. Kinder wissen oft gar nicht mehr was Kindsein bedeutet - diese werden schon im frühesten Alter mit Sex konfrontiert - wobei die Kinder mit Sex nichts anfangen können und die interessiert es auch nicht - aber trotzdem die Kinder verstört. Das mit den Plakaten habe ich mir auch schon oft gedacht. Wenn eine Frau halbnackt drauf ist, lacht mich mein Sohn (mit 6) verschüchternd an :) Bin voll auf +!

  5. Autor Korbinian Beischl
    am 14. Februar 2012
    5.

    Tja, Fr. Kneißl, Wahrheit ist halt heute nicht mehr gefragt... Sie sind sicher bei "Dr. Schönfärber" aus "Monaco Franze" in die Lehre gegangen... Oder auch das aktuelle Programm von Monika Gruber "zu wahr um schön zu sein" sollten Sie sich mal ansehen....

  6. Autor Maria Käser
    am 15. Februar 2012
    6.

    Tja, Hr. Beischl, ich weiß nicht was Ihre persönliche Meinung und Lebenseinstellungen bzw. Erfahrungen mit Wahrheit zu tun hat. So hat eben jeder seine eigene Wahrheit, gell? die er auch sagen und vertreten kann, nur der Ton macht die Musik. Ihre Ihre Musik gefällt mir halt nicht, wie übrigens sehr vielen Teilnehmern dieses Forums.

  7. Autor Wioletta Fraczek
    Kommentar zu Kommentar 3 am 15. Februar 2012
    7.

    haha hihi

  8. Autor Martin Krafft
    am 20. Februar 2012
    8.

    Frau Fraczek, Sie als Mutter von zwei Kindern haben die Aufgabe, Ihren Kinder Verstand und die Fähigkeit zu differenzieren beizubringen. Bitte erwarten Sie nicht vom Staat, daß er Ihnen diese Aufgabe abnimmt oder erleichtert, indem er versucht, Ihre Kinder vom Bösen zu bewahren. Er wird es nie vollständig schaffen und wenn Sie ihre Aufgabe nicht sauber angegangen sind, dann wird es ihre Kinder um so härter erwischen.

  9. Autor Wioletta Fraczek
    Kommentar zu Kommentar 8 am 17. April 2012
    9.

    soll ich dann meinen Kindern die Augen zubinden - wenn sie außer Haus gehen? Oder noch besser - jemanden angagieren, damit er ihnen die Augen zuhält bei Plakaten die unpassend sind? Oder wie stellen Sie sich vor - dass ich als Mutter (wie Sie schildern) diese Aufgabe habe. Oder soll ich die Plakate runterreissen? Oder meinem Sohn erklären: die nackte Frau macht das freiwillig auf dem Plakat - mach bloss du das nicht??? Blödsinn - nicht nur wir als Mütter sind verantwortlich, sonder vor allem der Staat sollte mehr Verantwortung für unsere Kinder übernehmen! Denn nicht nur für meine Kinder sind manch eine Werbung gar nicht überdacht - manch eine ist für meinen Geschmack auch too much!

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