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Autor Thomas Thalmeier am 08. August 2013
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Mobilität und Verkehr

Ampelregelung Fußgänger-Fahrrad

Guten Tag Herr Ude,

gerade habe ich mich geärgert, für das Überfahren einer Roten Ampel mit dem Fahrrad an einem Fussgängerüberweg (wichtig: keine PKW Fahrstrasse): 100€ Bussgeld und 1 Punkt.

Da ich an dieser Verkehrsführung die Verhältnissmäßigkeit der Verkehrsregelung für nicht sinnvoll halte im Sinne der Vermeidung von Unfallschwerpunkten, hier eine kurze Darstellung
- Vor Ludwigsbrücke rechts stadteinwärts, Höhe Tram Dt. Museum
- Keine Kreuzung mit Autoverkehr
- Durchgängiger Fahrradweg rechts, parallel zu Fahrstrasse
- Der Fahrradweg überquert hier keine Querstrasse
- Von links ein Fußgängerüberweg (keine Fahrstrasse)
- An dem Fahrradweg eine Ampel für Fahrradfahrer
- D.h. Fahrradfahrer müssen anhalten, wenn die linke Fußgängerampel grün zeigt

Muß denn in der „Fahrradhauptstadt München“ nun auch schon der Verkehr zwischen Fußgänger und Fahrrad per Ampel geregelt werden?
Konkret in obiger Situation bezweifle ich, dass es sich hier um einen Unfallschwerpunkt handelt, der mit diesen invasiven Mitteln geregelt werden muß.
Würde man das konsequent zu Ende denken, müßten also zig tausend ähnlich „Kreuzungen Fußgänger-Fahrrad“ mit Ampeln ausgestattet werden. Gleichzeitig gibt es eine Unzahl von Auto Kreuzungen mit von rechts einbiegenden Seitenstraßen, an denen die Unfallhäufigkeit aufgrund von Unachtsamkeit seitens der Autofahrer mit Sicherheit höher. Sollen diese also auch zukünftig mit Ampeln ausgestattet werden?

Meiner Einschätzung nach ist die Verhältnismäßigkeit der Ampelregelung in obigen Fall keinesfalls gegeben, der Eindruck einer reinen Abzocke der Fahrradfahrer an einer nicht zu vorauszusehenden Regelung entsteht und zudem sind derlei Verkehrsmaßnahmen sicherlich extrem belastend für das städt. Verkehrsbudget, was ich als Steuerzahler zu finanzieren habe.

Ich bitte Sie, die Sinnhaftigkeit dieser und ähnlicher Verkehrsführungen zu überprüfen und freue mich auf Ihr Feedback. Gerne können Sie mich, für eine gemeinsamen Austausch hierzu konkaktieren

PS: eine Skizze habe ich angefertigt, leider funktioniert der Upload auf dieser Website nicht.

Beste Grüße,
Thomas Thalmeier

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Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Erich Kirchmayer
    am 14. August 2013
    1.

    Ob eine Ampel "sinnvoll" ist würden wohl viele Radfahrer gerne selbst entscheiden.... Und wenn die Ampel mitten im Perlacher Forst steht: Rot ist Rot, das ist doch ganz einfach!

  2. Autor Wolf Hoefler
    am 21. August 2013
    2.

    Sicher wäre es schön, wenn nicht alles und auch nicht das Verhältnis Fußgänger und Radfahrer geregelt werden müßte. Das grundsätzliche Rücksichtnahmegebot gegeneinander sollte eigentlich ausreichen.
    Aber für viele Radfahrer - quer durch alle Alters- und sonstigen Strukturen - scheinen die allgemeinen Verkehrsregeln nicht zu existieren.
    Es werden Gehwege und Fußgängerzonen ganz selbstverständlich genutzt, Fußgänger werden weggeklingelt (und das bei teilweise sehr rasantem Tempo). Es wird ganz selbstverständlich gegen Einbahnstrassen (nicht freigegeben !) gefahren, Ampeln werden als Empfehlung, aber keineswegs als verbindlich, gesehen.
    Fußgänger andererseits latschen auf dem Fahrradweg und sind sich keiner Schuld bewußt.
    Daher muß leider auch das Verhältnis Fußgänger Radfahrer geregelt werden.
    Ob allerdings im konkreten Fall die Ampel sinnvoll ist, ist etwas ganz anders und eine Überprüfung macht sicher Sinn.

  3. Autor Evi Zollner
    am 21. August 2013
    3.

    Leider gibt es in München drei verschiedene Ampelregelungen für Radfahrer.
    Ampel mit Fußgängerzeichen zeigt rot - Radfahrer darf fahren.
    Ampel mit Fußgänger- u. Fahrradzeichen zeigt rot - Radfahrer muß halten.
    Ampel für Fußgänger zeigt rot- für den Radfahrer gibt es eine extra Ampel die zeigt grün, er darf trotzdem weiterfahren obwohl die Ampel für den Fußgänger rot zeigt!
    Es gibt immer Ärger mit den Autofahrern die diese unsinnige Regelung nicht kennen. Eine Regelung müsste genügen und zwar die - solange die Autofahrer grün haben, muss dies auch für die Radfahrer gelten, da die auch gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind.
    Wie stehen Sie dazu Herr Ude?
    Mit freundlichen Grüßen
    Evi Zollner

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