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Autor Claudia Hofstadt am 24. August 2009
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Bildung und Kultur

Alleinerziehend, kein Hortplatz - Ihre Antwort

Sehr geehrter Herr Ude,

vielen Dank für Ihre Antwort von Ende Juli 2009, die mich allerdings nur bedingt befriedigt hat. Ich kann leider erst jetzt darauf reagieren, da ich - bedingt durch die Kindergartenferien - im Urlaub und auf Dienstreise war.

Immerhin etwas, dass Sie zugeben, dass die Versorgung in Oberföhring absolut unter Durchschnitt von München ist.
Von einem sprunghaft angestiegenen Bedarf an Hortplätzen kann man hier in Oberföhring jedoch nicht sprechen, da der Hort seit über 7 Jahren!!! eine 3. Hortgruppe beantragt und diese in den vergangenen Jahren wie auch dieses Jahr wieder !!! von der Stadt München verweigert wurde! Wie kann das sein???

Ebenso hier noch einmal die Frage: Wie kann es sein, dass überall in Bayern berufstätige Alleinerziehende eine höhere Priorität haben bei dem Erhalt einer Kinderbetreuung, aber nicht in München? Selbst in den umliegenden Gemeinden hätte ich hier absolute Priorität, aber wie sollte ich das organisatorisch und kostentechnisch auf die Reihe bekommen meine Tochter dort unterzubekommen?
Bitte kommen Sie mir hier nicht damit, dass in München die meisten Familien auf ein zweites Gehalt angewiesen sind. Denn es ist für mich sehr wohl ein Unterschied, ob ich evtl. eine 2-Eltern-Familie ggf. staatlich vorübergehend unterstütze oder einen alleinerziehenden Elternteil mit gesicherterter Zukunft quasi in die Langzeitarbeitslosigkeit (ab einem gewissen Alter wie bei mir) dränge, insbesondere dann wenn der Alleinerziehende vollzeitberufstätig mit gut bezahlten Job ist. Finden Sie erst einmal wieder einen adäquaten Job als Alleinerziehender (über 40) mit wenig Flexibilität bei einem Grundschulkind.

Mir helfen die von Ihnen avisierten geplanten Bauten von Tagesheimen und Horten in der näher Umgebung nicht. Bis diese realisiert werden ist meine Tochter auf einer weiterführenden Schule und bis dahin stehe ich im Regen.

Über die Tagesheimplätze an der Regin-Ullmann-Schule war ich bereits informiert. ABER Ihre Aussage ist konträr zu denen des Tagesheimes. Die wollten eine weitere Gruppe aufmachen, aber da sie zu wenig Anmeldungen hatten, konnten sie diese nicht realisieren. Unabhängig davon, kann ich meine Tochter dort aus psychologischen Gründen nicht hinbringen, da sie dann mit einem speziellen Kind aus dem Kindergarten in eine Klasse und auch in eine Betreuungsgruppe gehen würde, das sie körperlich, auch mit Messer etc. mehrfach bedroht hat. Es ist ihr, nicht nur meiner Ansicht nach, nicht zuzumuten, mit diesem Kind in diese Einrichtung zu gehen.

Ich würde mich über eine nochmalige Stellungnahme Ihrerseits freuen, gerade auch wegen der über 7jährigen Beantragung der 3. Hortgruppe des Sprengelhortes wie auch über die Prioritätensetzung der Alleinerziehenden.

Nur zu Ihrer Information: Ich habe den gesamten Sachverhalt auch an Herrn Dr. Spaenle geschickt, der seinerseits das ganze an Herrn Dr. Zimmermann weitergeleitet hat zwecks Lösungsfindung. Vielleicht ist jetzt ja eine Zusammenarbeit möglich zwischen Freistaat und der Stadt?!

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Hofstadt

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