Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Lars Graef am 27. März 2013
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Gesellschaft und Soziales

Abzocke mit Reservierungen

Sehr geehrter Herr Ute,

ich habe eine Frage ob Sie so etwas gutheissen können ?

ich muss mich schon sehr wundern. In allen Zelten auf dem Oktoberfest habe ich Tische angefragt für den 28.09.2013. Wie nicht anders zu erwarten habe ich von den meisten Zelten gehört das Reservierungen nicht mehr möglich sind (aufgrund der neuen Verordnung) bzw. man erst Mitte März/April mit den Anfragen startet.

Vielleicht können Sie mir mal erklären, wie es sein kann, das ein Unternehmen "ticketbroker GmbH" Tische anbietet für fast jedes Zelt und jedes Datum. Laut Preisliste kostet dort zum Bespiel ein Tisch je nach Zelt für den 28.09. zwischen Euro 2.000 - 10.000 Euro

Dies trifft nicht nur für ein Zelt zu sondern für fast alle Zelte. Angeblich kann man bei den meisten Zeltern erst im März/April reservieren aber dies scheint ja nicht zu stimmen.

Ich werde diesen Vorgang an eine entsprechende Tageszeitung weiterleiten da hier scheinbar bewusst eine solches Unternehmen eingeschaltet wird um Interessenten abzuzocken.

Ich würde mich grundsätzlich über eine Stellungnahme Ihrerseits freuen.

Gruss Lars Graef

+157

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Antwort
von Christian Ude am 07. Juni 2013
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Graef,

ich verstehe Ihre Verärgerung über Internetportale, die Tischreservierungen in Wiesnzelten zu Fantasiepreisen anbieten. Das Thema begleitet uns seit vielen Jahren – übrigens völlig unabhängig davon, welche städtischen Vorschriften zur Reservierung in den Zelten gültig sind. Wenn ich Medienberichten vom März dieses Jahres folge, scheinen diese Internetportale heuer ihre Angebote besonders früh zu schalten.


Die Stadt weiß dabei weder, wie diese Anbieter an Reservierungen kommen, noch ob diese tatsächlich über die angebotenen Reservierungen verfügen. Tatsächlich sind verbindliche Reservierungen bei den Wirten selbst erst dann möglich, wenn diese vom Stadtrat zugelassen wurden. Dies war in diesem Jahr am 14. Mai.


Ärgerlich ist am Internetmarkt auch für die Stadt, dass das Oktoberfest durch überhöhte Forderungen in ein schiefes Licht gerät. Deshalb appelliert die Stadt gemeinsam mit den Wirten Jahr für Jahr an die Gäste des Oktoberfests, überhöhte Preise bei Tischreservierungen nicht zu akzeptieren. Denn: so lange Nachfrage herrscht, lässt sich dieser Markt nicht austrocknen.

Mit freundlichen Grüßen