Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Jörg Wagner am 17. Januar 2013
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Sonstige

Abschaffung UCEProtect als Spamfilter der Stadt München

Sehr geehrter Herr Ude,

die Stadt München verwendet den Spamfilter des Dienstleisters UCEProtect. Ich möchte hiermit anregen, dies abzuschaffen.

Über mehrere Arbeitgeber und viele Jahre habe ich die Erfahrung gesammelt dass es ein generelles Problem beim Mailversand an die Stadt München gibt.
Der Grund ist, dass ein sendender Mailserver (also auf "meiner" Seite) der Meinung von UCEProtect nach sehr schnell als ein SPAM Server eingestuft wird und somit auf der Blacklist des Dienstleisters landet.

Die Folge ist, dass die Mailserver der Stadt München jegliche Mails von diesem Server 7 Tage lang ablehnen. Bei Wiederholung durchaus immer wieder verlängert bis zu einem permanentem Problem. Sie können sich vorstellen, dass sich diese Unberechenbarkeit sehr schnell in ein geschäftskritisches Problem entwickeln kann.

Das wäre ja in ordnung, wenn die Gründe transparent und nachvollziehbar wären. Das sind sie jedoch leider nicht. UCEProtect nennt lediglich einen Zeitpunkt, wann man auffällig geworden sein soll - was bei einem regen Mailverkehr der Diagnose leider überhaupt nicht zuträglich ist.
UCEProtect gibt nur grobe Gründe an, was man denn "verbrochen" haben soll.
Diese kann ich jedoch z.B. bei meinem aktuellen Arbeitgeber komplett ausschließen und dennoch landen wir immer mal wieder auf dieser dubiosen Blacklist. Natürlich habe ich versucht den Dienstleister zu kontaktieren, doch dieser ist nicht kooperativ bei der Problemsuche und antwortet meist schlicht nicht.
Eine Möglichkeit auf der Blacklist zu landen wäre zum Beispiel, wenn eine Mail von mir aus zu einer "Spamfalle" von UCEProtect gesendet würde und schon hätte der ganze Konzern ein Problem. Es wüßte auch keiner, welche Mail es war, da man ja von UCEProtect keine sinnvollen Informationen bekommt.

Dazu kommt, dass die von UCEProtect festgesetzten Kriterien (Stichwort Backscatter) nicht von jedem Unternehmen erfüllbar sind, aus technischer Sicht. Leider, aber es ist so.

Ich möchte mich auch nicht in technischen Kleinigkeiten verlieren. Tatsache ist, dass UCEProtect auch im Internet äußerst umstritten ist und deren Blacklist als KO-Kriterium bei der Mailzustellung zu verwenden äußerst kontraproduktiv ist.

Fragwürdig kommt noch hinzu, dass man sich von der Liste gegen Bezahlung streichen lassen kann.

Meine Frage an Sie, Herr Ude:
Könnten Sie sich bitte dafür einsetzen, dass die Stadt München nicht mehr die UCEProtect Blacklist (auf diese Art) verwendet? Sie würden "dem Internet" damit einen großen Dienst erweisen.

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