Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Alexander Peren am 09. Februar 2012
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Mobilität und Verkehr

Städtebau und Stadtentwicklung - Ludwigstraße und Umgebung

Thema: Städtebau und Stadtentwicklung in Zusammenhang mit Forschung und Bildung - Ludwigstraße und Umgebung

Sehr geehrter Herr Ude,
ich bin der Vorsitzende des Vereins für Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte und gleichzeitig vollzeit berufstätig.
In Ausübung meines Amtes und meiner auch privaten geschichtlichen Interessen benutze ich regelmäßig das Staatsarchiv und das Hauptstaatsarchiv in München (Nähe Staatsbibliothek, Ludwigstraße/Schönfeldstraße).
Vor einigen Jahren wurden in dem gesamten Stadtviertel in allen Nebenstraßen nicht nur Parkautomaten aufgestellt, sondern auch Schilder, die ein Parken nach 18.00 Uhr in diesen Nebenstraßen untersagen.
Als berufstätiger Bürger ist es mir immer erst ab ca. 17.00 Uhr
möglich, im Archiv anzukommen. Das Staatsarchiv schließt um 18.00 Uhr, das Hauptstaatsarchiv glücklicherweise erst um 18.30 Uhr. Da jedoch im ganzen Viertel keinerlei legale Parkmöglichkeiten zwischen 18.00 Uhr und 18.45 Uhr bestehen (man muss ja vom Archiv auch noch zu Fuß zum Wagen), ist man zum rechtswidrigen Parken gezwungen. Das Argument, doch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren kann nur bei Personen gelten, die sich den ganzen Tag im Archiv aufhalten, nicht jedoch für Berufstätige, die nur \"mal schnell\" für 60 oder 90 Minuten nach Feierabend ins Archiv
können. Wollte man diese auf den ÖPNV zwingen, so käme das einem Benutzungsverbot des Archivs gleich, da man mit dem ÖPNV ein ungleiches mehr an Zeit für die Fahrt zum Archiv braucht, als mit dem PKW. So müsste ich von der Firma erst mal zur Bushaltestelle (5 min) und auf den Bus
warten (5 min), dann 15 min mit dem Bus fahren, dann in die S-Bahn umsteigen (Wartezeit mind. 5 min), dann nochmal ca. 15 min. mit der S-Bahn fahren, in die U-Bahn umsteigen (5 min inklus. Wartezeit) dann 2 Min. mit der U-Bahn fahren, dann nochmal 8 min. zu Fuß zum Archiv. Zusammengerechnet: 55 min. Mit dem Auto brauche ich 25 min. Das ist ein Forschungszeitverlust von 30 min. bei einer möglichen Forschungszeit von max. 90 min. Somit 1/3 der Zeit für die Forschung verloren. Ich betone: wenn ich frei habe und den ganzen Tag im Archiv bin, fahre ich auch mit der Bahn rein, aber nicht, wenn ich tagsüber normal arbeiten
muss.
Daher meine Bitte: erwirken Sie für die Archivbenutzer, dass diese den großen Parkplatz zwischen Staatsbibliothek und Staatsarchiv ab 16.00 Uhr kostenlos benutzen dürfen oder machen Sie wenigstens die Anwohnerparkzeit erst ab 19.00 Uhr, besser ab 19.30 Uhr (vielleicht muss man ja noch in die
Staatsbibliothek), so dass man legal dort parken kann, ohne Angst vor einer Politesse haben zu müssen.
Mit der jetzigen Regelung (Parken nur bis 18.00 Uhr möglich) kriminalisieren Sie die Heimat- und Familienforscher, die aus Zeitgründen auf ein Kommen mit dem Auto angewiesen sind. Durch die Parkgebühren rund um das Archiv- und
Staatsbibliotheksviertel behindern Sie obendrein Forschung und Wissenschaft. Wenn es Ihnen ernst ist mit "Deutschland/Bayern/München
braucht Bildung\", dann wäre die logische Konsequenz, dass Sie für eine angemessene und kostenfreie Parkmöglichkeit (z.B. per kostenlosen Chip) für die Archiv- und Bibliotheksbenutzer Sorge tragen.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Alexander Peren
1. Vorsitzender
Verein für Denkmalpflege und Penzberger Stadtgeschichte vorstand@denkmalverein-penzberg.de

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