Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Daniel Fussy am 18. Oktober 2011
12263 Leser · 298 Stimmen (-58 / +240) · 8 Kommentare

Wirtschaft und Finanzen

20:00 Uhr ist Schluss! Findet Bayern den Anschluss an die Öffungszeiten?

Sehr geehrter Herr Ude,

wir haben eine spannende Frage zum Thema Ladenöffnungszeiten.

Seit einen Jahr sind wir (junges Pärchen) erfolgreich in München tätig. Uns hat es verwundert, dass München/Bayern der einzige " weiße Fleck" in Deutschland ist, mit beschränkten Öffnungszeiten.

Würden Sie sich für innovative Landenöffungszeiten einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen

+182

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Antwort
von Christian Ude am 17. Januar 2012
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Fussy,

mit Ihrer Feststellung, dass in Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern die Ladenöffnungszeiten eingeschränkt sind, haben Sie recht.

Alle Bundesländer mit Ausnahme des Freistaates Bayern, wo noch die "alte" bundesgesetzliche Regelung gilt, haben in der Tat inzwischen eigene, liberalere Ladenschlussgesetze verabschiedet.

Die Landeshauptstadt München hat jedoch nicht die Absicht, auf den Bayerischen Landtag einzuwirken, die bestehende Regelung aufzuweichen. Diese dient vor allem dem Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer inklusive auch der Familien.

Im Übrigen ist es ständige Praxis der Landeshauptstadt, das Ladenschlussgesetz im Sinne des Arbeitnehmerschutzes restriktiv zu vollziehen.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (8)Schließen

  1. Autor Daniel Fussy
    am 25. Oktober 2011
    1.

    Mein Tipp am Rande: Die Münchener haben mir empfohlen eine Metrokarte über einen Kollegen zu beantragen. So kann man bis 22:00Uhr einkaufen.
    Das bekräftigt die Sinnlosigkeit der Ladenöffnungszeiten, wenn diese unterwandert werden.

  2. Autor Petra Wimmer
    am 09. Dezember 2011
    2.

    ...und wer steht dann in den Läden für diese Juppies die bis 20.h arbeiten und dann noch unbeirrt shoppen gehn, denn sie stehn am nächsten Tag dann auch erst um 10h auf um in den Job zu starten..- die alleinerziehenden Mütter, die sonst keine Möglichkeit haben, Geld zum überleben zu verdienen...denkt darüber mal nach.. ihr Neu Münchner.. die, die hier alles kaputt machen ...

  3. Autor Daniel Fussy
    am 11. Dezember 2011
    3.

    Hallo liebe Mit-Münchner,
    ich freue mich über den Kommentar. Ja man soll sich kritisch mit den Öffungszeiten auseinander setzen. Wie in jeder deutschen und europäischen Großstadt kann man Lebensmittel bis min. 22:00Uhr einkaufen. Das Privileg sollte nicht nur für Juppies, sondern auch uns Eltern gelten.
    Wir entwickeln München und Bayern weiter und machen es fit für die Zukunft. Der weise Ausblick und Sachverstand hilft dabei. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit bis die Öffnungszeiten fallen.

  4. Autor Monika Häusler
    Kommentar zu Kommentar 3 am 12. Dezember 2011
    4.

    Sehr geehrter Herr Fussy,

    "Wir entwickeln München und Bayern weiter und machen es fit
    für die Zukunft." - wen meinen Sie mit "wir entwickeln"?____________
    Ich hoffe, diejenigen entwickeln München auch so weiter, dass bezahlbarer Wohnraum sowie ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen mit ausreichend Personal vorhanden sind. Daneben sollten auch die älteren Münchner in einem für die Zukunft fit gemachten München nicht mehr auf Grundsicherung angewiesen sein und aus ihren Wohnungen dank Luxussanierung verdrängt werden. Ferner hoffe ich, dass beim weisen Ausblick und Sachverstand auch bedacht wurde, dass kleinere Läden (also nicht die Metro..) bei längeren Öffnungszeiten an den Rand ihrer Existenz gedrängt werden, weil sie da eben nicht mithalten können (Personalkosten etc.).

  5. Autor Ulrike Jarsetz
    am 12. Dezember 2011
    5.

    Hallo, viele werden es ja aus anderen Großstädten kennen: nach 20 Uhr haben nur Lebensmittelläden geöffnet und dort wird Standard angeboten - die Frischetheke ist selbstverständlich nicht mehr besetzt. Es geht ja auch nicht um Schikane, es soll jedem Arbeitnehmer nach der Arbeit den Druck raus genommen werden. Wer schon mal um kurz vor 8 im Supermarkt war, weiss, wie voll und stressig es dort zugeht. Eine Verlängerung kommt nicht nur den Käufern, sondern auch den Verkäufern entgegen und vor Allen an der Kasse, die es ja immer abkriegen. Und allen Zweiflern sage ich: fragt mal in einer außerbayrischen Stadt an der Kasse nach... die Antworten werden überzeugen.

  6. Autor Maria Käser
    am 14. Dezember 2011
    6.

    Ich hoffe inständig, daß es nie zu noch längeren Öffnungszeiten kommt. Wer es in den bestehenden Öffnungszeiten nicht schafft einzukaufen, der kann sich nicht organisieren! Es wird sowieso schon viel zuviel dem Kommerz und Konsum untergeordnet; irgenwann muß auch mal gut sein. Verkäufer die noch länger arbeiten müssen, Lieferverkehr, Verkehr der Käufer, geht alles zu Lasten der Lebensqualität von vielen Menschen. Wenn ich neu in eine Stadt ziehe, dann sollte ich mich auch mit den hiesigen Gegenbenheiten arrangieren, oder eine Alternative die entsprechende Bedürfnisse befriedigt vorziehen, wie wäre es mit London? Man fragt sich, wie das die Menschen früher geregelt bekommen haben, mit Öffnungszeiten Werktags bis 18.00 und samstag bis 14.00? Ging doch auch.

  7. Autor Lionel Westhain
    am 14. Dezember 2011
    7.

    Wer schon mal in den USA/Frankreich/Australien/Neuseeland usw. war, wird den "Mehrwert" von längeren Öffnungszeiten längst erkannt haben. Es geht doch in erster Linie nicht um den Konsum, sondern um die Freiheit um 21.30 Uhr noch ne Tüte Milch kaufen zu können. Und Verkäufer arbeiten nicht "länger" Bisher hat das Verdi locker verhindern können. Und kleiner Läden mit 1-2 Mitarbeitern (oder auch Allein) können dann in Konkurrenz zu Tankstellen treten. Ich sehe keine Nachteile. Früher hatten wir auch keine Computer und es ging auch - aber mit ist es tatsächlich besser ...

  8. Autor Daniel Fussy
    am 16. Dezember 2011
    8.

    Es ist interessant, dass es keine Argumente, aber viel Angst zum Thema Kontra Öffnungszeiten gibt. Vor vielen Jahren hatte ich ein sehr nettes Gespräch gegen 21 Uhr im REWE mit einer netten älteren Dame an der Kasse.
    Die Anwort auf meine Frage, ob es nicht beschwerlich ist, so spät noch zu arbeiten war sehr überraschend. "...Solange es mir Spaß macht, arbeite ich ein paar Stunden abends in der Woche..." Die Dame hatte ich in den Jahren noch ab und zu beim relaxten Lebensmitteleinkauf getroffen.
    Seit vielen Jahren kann man Lebensmittel in ALLEN Bundesländern auch nach 20 Uhr kaufen.
    Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine negativen Beispiele. Ich bin sehr interessiert über die Ansichten. Aber Angst ist für mich kein Argument, ... Juppies, Mütter, Wohnungen,Kinderbetreuung & Co haben damit nicht zu tun. Im Gegenteil ... viele hätten die Chance die 1-2h abends zu nutzen.
    Ich finde es auch toll, dass einige dagegen abstimmen. Gern würde ich erfahren, ob es eher ein Bauchgefühl oder Angst ist oder ob es gute Argumente gibt, die noch nicht angesprochen wurden?
    Eine schöne Weihnachtszeit wünscht.
    Die junge zugezogene Familie.

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