Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Monika Huber am 12. Januar 2010
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Gesellschaft und Soziales

1€-Job neue Bezahlung ab 1.2.2010

ich frage im Namen von mir und meinen Kollegen nach, was man tun kann, um die Diskriminierung von Hartz IV- Empfängern und 1€-Jobbern entgegen zu wirken. Ich habe seit über einem Jahr einen 1€-Job und heute haben wir erfahren, dass die Bezahlung ab 1.2.2010 geändert wird. Wir bekommen zukünftig 1,5o€ statt 1,25€ die Stunde, doch keine Fahrkartenerstattung mehr. Wir sind alle darüber sehr verärgert, da das Aufgrund eines Gerichtsurteils vom Bundessozialgericht am 13.11.2008 geändert wird. Und wir nun wieder mal als Schmarotzer und Arbeitsscheues Gesindel dastehen. Sie können sich gerne das Urteil durchlesen. Wir sollen nichts verdienen bei einem 1€-Job, sondern uns lediglich motivieren, dass wir morgens aus dem Bett aufstehen und das bekommen schon ständig von unseren Sachbearbeitern bei der ARGE unter die Nase gerieben, denn die behandeln uns, als würden wir alle den Staat ausbeuten wollen. Doch das ist nicht so. Alle die bei mir arbeiten, wollen arbeiten und sind lediglich durch einen Schicksalsschlag oder krankheit aus dem Beruf herausgerissen worden. Viele so wie ich haben viele jahre effektiv gearbeit( ich habe z.B. 20 Jahre als Erzieherin erfolgreich gearbeitet und dann wurde ich krank). Der 1. Arbeitsmarkt gab mir keine Chance mehr und nun arbeite ich für 150 Euro im Monat/ 30 Stunden die Woche und es qualitativ gute Arbeit und nicht so viele denken wir würden alle Laubrechen. Ich arbeite zum Beispiel in der Buchhaltung. So wie ich gibt es viele, die gerne arbeiten, doch die ewige Diskrimmierung setzt uns alle ganz schön zu und jetzt auch noch weniger Geld. Es ist eh' schon schwer genug, mit dem bisschen auszukommen. Viele von uns müssen noch zur Tafel gehen und mal 'ne Tasse Kaffe trinken geh'n ist schon Luxus. So was ist nun mein Anliegen an Sie. Vielleicht können Sie in dem ein oder Anderen Gremiun für uns eintreten und ein bischen unser Fürsprecher werden, da Sie sich doch auch sonst für viele menschen einsetzen. Wir haben keine Lobby und die ARGE wird es sicher bald so hinstellen, das Sie unsere Aufwandsentschädigung erhöht haben, doch das für uns unterm Strich nichts rauskommt - wissen nur wir. Ich habe zukünftig ca. 30 Euro weniger im Monat und das ist für uns sehr viel Geld. Mancher lebt davon die ganze Woche.
Eine weitere Bitte, vielleicht können Sie ja Einfluss nehmen, auf die Art, wie in den ARGEN mit uns umgegangen wird. Denn wir haben da keine Möglichkeit, entweder erreicht man niemanden oder man wird eiskalt abgekanzelt. Ich habe schon mal eine Beschwerde geschrieben, doch da kriegt man nicht mal 'ne Antwort.
Ich hoffe ich und meine Kollegen bekommen eine Antwort von Ihnen, dass man wieder mal das Gefühl bekommt, man ist etwas wert und nicht nur der Rand der Gesellschaft.
Und an alle, die das lesen, seid Euch Eures schönen Lebens nicht zu sicher, denn jeden kann es erwischen und dann bist Du ganz unten und dann musst Kraft beweisen, wieder Fuss zu fassen.
Grüße an Alle und stimmt ab, den ich finde wir haben eine Antwort verdient

Liebe Grüße
Monika Huber

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